Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar zu den Hebammen-Plänen

Versicherung oder Steuer?

Anno FrickeVon Anno Fricke Veröffentlicht:

Der Minister hat ein großes Wort gesprochen. Die wertvolle und unverzichtbare Arbeit der Hebammen im Land sicherzustellen, sei nicht nur eine Kernaufgabe der Gesundheitspolitik dieser Regierung, sondern auch ihm persönlich ein wichtiges Anliegen. Sein Eintreten für einen auch in der Bevölkerung sehr gut gelittenen Berufsstand verdient Respekt.

Mit dem Vorschlag, einen Teil des Behandlungsfehlerrisikos der Geburtshelferinnen auf die Beitragszahler der Kassen abzuwälzen, begibt sich Gröhe jedoch auf vermintes Gelände. Die Kassen sollen nach den Vorstellungen des Ministers auf Regressforderungen gegenüber der privaten Assekuranz verzichten müssen.

Das würde bedeuten, dass die Beitragszahler für Fehler einer Berufsgruppe haften und einen Teil des eigentlich der Versicherungswirtschaft zugedachten Geschäfts übernähmen. Zudem würden Begehrlichkeiten auch bei anderen Berufsgruppen geweckt, zum Beispiel bei den Ärzten.

Wenn die Risiken auf einem Markt nicht mehr sinnvollerweise zu versichern sind, gleichzeitig das Hebammenwesen, wie der Minister angedeutet hat, gesamtgesellschaftliche Bedeutung genießt, dann gehört die Absicherung eher ins Steuersystem, nicht aber in die umlagefinanzierte Versicherung.

Lesen Sie dazu auch: Gröhes Plan: Kassen sollen Zuschlag für Hebammen zahlen

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Digitales Gesundheitswesen

BKK-Studie: Warum Digitalisierung nicht immer nachhaltig ist

Das könnte Sie auch interessieren
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Pityriasis versicolor

© iStock / C5C

Kleienpilzflechte im Sommer

Pityriasis versicolor sicher erkennen und gezielt behandeln

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

© APOGEPHA Arzneimittel GmbH | Generated by AI

Überaktive Blase

Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APOGEPHA Arzneimittel GmbH, Dresden
Abb. 1: Ofatumumab-Konzentrationen in der Muttermilchh

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Aktive schubförmige Multiple Sklerose

Flexiblere Familienplanung durch kürzere Kontrazeptionszeit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Abb. 1: MS-Krankheitsdynamik: Patientinnen und Patienten bewegen sich von frühen Stadien über Phasen fokaler Entzündung in fortgeschrittene, meist irreversible Stadien

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [4]

Multiple Sklerose heute

Praxisrelevante Daten im Fokus

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Besser als Atemtherapie?

Supragastrisches Aufstoßen lässt sich mit Gesang vertreiben

Lesetipps
Koloskopie, Blick auf den Monitor

© Issara - stock.adobe.com

Anstoß zur Diskussion

Darmkrebs: Ist die koloskopische Überwachung falsch aufgestellt?

Ein Arzt zählt mit den Fingern bis Drei.

© Arnéll Koegelenberg/peopleimages.com/stock.adobe.com

Regionaler Multimorbiditäts-Vergleich

Wo es relativ viele Ü-50-Jährige mit drei oder mehr chronischen Erkrankungen gibt