Für 600.000 Kinder

WHO plant zweite Polio-Impfrunde im Gazastreifen

Im September verlief eine Massenimpfung gegen Polio im Gazastreifen ohne Zwischenfälle. Doch weil eine Impfung nicht reicht, hat die Weltgesundheitsorganisation nun wieder Forderungen an Israel.

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Genf. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verhandelt mit Israel über neue Feuerpausen im Gazastreifen, um Kinder zum zweiten Mal gegen Polio impfen zu können. Den Behörden seien Pläne für eine Impfkampagne zwischen dem 14. und 29. Oktober vorgelegt worden, sagte der WHO-Nothilfebeauftragte für die besetzten palästinensischen Gebiete, Ayadil Saparbekov. Vorgesehen ist eine notwendige zweite Dosis für 590.000 Kinder unter zehn Jahren. Sie sollen mit der Impfung auch Vitamin A zur Stärkung des Immunsystems bekommen.

Impfaktion im September ohne Zwischenfälle

Anfang September hatte die israelische Armee örtlich und zeitlich begrenzte Feuerpausen eingehalten, damit Helferinnen und Helfer Kinder in Impfzentren und bei Hausbesuchen versorgen konnten. Die gleichen Zusagen seien auch dieses Mal nötig, sagte Saparbekov.

Der Gazastreifen war 25 Jahre poliofrei gewesen. Wegen der massenhaften Vertreibungen und den unhygienischen Zuständen, in denen Menschen seit Monaten leben müssen, ist das Virus, das zu Kinderlähmung führen kann, wieder aufgetaucht. Es wurde in Wasserproben entdeckt. Bislang ist ein Fall eines infizierten Babys bekanntgeworden. (dpa)

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