Öffentlicher Dienst im Ausstand

Warnstreik an Frankfurter Uniklinik – Notfallplan greift

FRANKFURT/WIESBADEN. Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes in Hessen haben am Mittwoch gestreikt. Auch die Uniklinik in Frankfurt war vom Warnstreik betroffen

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Bei dem Streik trat unter anderem ein Teil des Pflegepersonals in den Ausstand. Laut Universitätsklinikum waren keine Ärzte an dem Streik beteiligt. Weiterhin sei die personelle Besetzung durch einen Notfallplan sichergestellt worden.

Die zentrale Demonstration fand gegen Mittag in Wiesbaden statt. Die Gewerkschaft erwartete rund 1500 Teilnehmer bei der Protestaktion, die die Demonstranten vom Bahnhof in die Innenstadt führte.

Knackpunkt des Streits zwischen Beschäftigten und Land ist die Bezahlung. Die Gewerkschaft Verdi fordert ein Gehaltsplus von sechs Prozent für die rund 45.000 Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes. Kleine Einkommen will Verdi stärker aufstocken; das beträfe auch Auszubildende, deren Einkommen um 90 Euro steigen soll. Zusätzlich soll es beim Lohn eine neue Erfahrungsstufe geben – analog zu der neuen Stufe bei Kommunal- sowie Bundesdienststellen.

Verhandlungsführer auf Seiten des Landes ist Innenminister Peter Beuth von der CDU. Er wies die Gewerkschaftsforderungen als zu hoch zurück. Die zweite Gesprächsrunde ist für Anfang März angesetzt. Hessen verhandelt in Eigenregie, da das Land 2004 aus der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) ausgetreten ist. (ajo)

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