Kommentar – Hausarztzentrierte Versorgung

Warum geht's nur im Ländle?

Anno FrickeVon Anno Fricke Veröffentlicht:

Terminservicestellen und Überweisungsprämien: Gesundheitsminister Jens Spahn versucht mit seinem Versorgungsgesetz die Ärzte zum Jagen zu tragen. Ziel ist, die Zahl der Arztkontakte zu senken und Wartezeiten auf Facharzttermine zu verkürzen.

Gleichzeitig zeigen die AOK Baden-Württemberg, der Hausärzteverband und der Fachärzteverband MEDI seit zehn Jahren, dass Versorgungssteuerung auch ohne par ordre de mufti implementierte Instrumente möglich ist. Die Ergebnisse der Evaluation sind beredt. Von dem, was der Minister anstrebt, haben Badener und Schwaben mit ihrer Hausarztzentrierten Versorgung nebst angeflanschter fachärztlicher Strukturverträge schon viel erreicht.

Die Frage steht im Raum, warum trotz nachgewiesener Wirksamkeit der Rest der Republik das Modell aus dem Südwesten nur extrem langsam aufgreift? Von 72 Millionen gesetzlich Versicherten sind außerhalb Baden Württembergs nur rund 3,3 Millionen Versicherte in die HzV eingeschrieben.

Es fehlt die kritische Masse. Bundesweite Kassen sehen sich zudem den strengen Regeln des Bundesversicherungsamts ausgesetzt. Nicht alle Kassen-Chefs engagieren sich so konsequent wie Christopher Hermann in "BeWe". Zum Jagen tragen müsste man also vielleicht nicht nur die Ärzte.

Lesen Sie dazu auch: 10 Jahre HzV: HzV-Patienten - bessere Versorgung und Überlebenschance Praxisabgabe: HzV lässt Praxen heller strahlen Neuer Evaluationsbericht: HzV sticht Regelversorgung aus

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Daten zur lipidologischen Versorgung von Patientinnen und Patienten mit hohem kardiovaskulärem Risiko aus der VESALIUS-REAL-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [7]

Kardiovaskuläre Prävention

Frühe Risikoidentifikation und konsequentes Lipidmanagement

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Amgen GmbH, München
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Metaanalyse

Keine Evidenz für die meisten Statin-Nebenwirkungen

Röntgen-Thorax führte zur Diagnose

Kasuistik: Negativer D-Dimer-Test trotz akuter Lungenembolie

Lesetipps
Das Zusammenspiel zwischen Vermögensverwalter und Anlegerin oder Anleger läuft am besten, wenn die Schritte der Geldanlage anschaulich erklärt werden.

© M+Isolation+Photo / stock.adobe.com

Geldanlage

Was einen guten Vermögensverwalter ausmacht

Eine Frau liegt erschöpft auf einem Sofa.

© fizkes / stock.adobe.com

Patientenumfrage

Krebs: So häufig sind Tumorschmerzen