Kongressvorschau

Wer zahlt den Preis des längeren Lebens?

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Ein Blick auf die Entwicklung der Lebenserwartung im vergangenen Jahrhundert offenbart eine Erfolgsgeschichte: In Europa wächst die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen kontinuierlich. Wie aber können Gesellschaften künftig die Versorgung eines wachsenden Teils alter und sehr alter Menschen finanzieren?

Die Gesundheitsökonomen und Universitätsprofessoren Peter Oberender, Heinz Rothgang und Volker Ulrich, die dazu beim diesjährigen Hauptstadtkongress diskutieren, repräsentieren auch eine Bandbreite möglicher Regelungsoptionen: Marktwirtschaftlich orientierte Konzepte sehen den Staat nur für die Schaffung eines Ordnungsrahmens in der Verantwortung. Andere Konzepte wiederum setzen stärker am bisherigen Ordnungsrahmen von GKV und PKV an und befürworten - je nach Ausrichtung - beispielsweise stärker solidarische, egalisierende Regelungen wie etwa die Bürgerversicherung.

Wieder andere Konzepte sehen die gesetzliche Krankenversicherung künftig nur noch als eine Art Basisversorgung und unterstellen, dass mezzanine Märkte entstehen, die es den Bürgern erlauben, über Satzungsleistungen, Wahltarife und Zusatzversicherungen die entstandenen Versicherungslücken wieder zu schließen. (fst)

Info: "Länger gesund leben: Welche Konzepte gibt es? Wie ist eine Finanzierung wachsender Ausgaben möglich?, 5. Mai, 16.15 bis 18.00 Uhr

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