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Klinikreform

Zu wenig Geld für Krankenhäuser? Lauterbach weist Kritik der DKG zurück

Der Streit um die Klinikreform geht weiter. Die Empörung der DKG, der Bund lasse die Häuser finanziell ausbluten, weist Gesundheitsminister Lauterbach zurück. Auch ein KBV-Vorschlag blitzt bei ihm ab.

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„Eine echte Reform muss her, die auch die Qualität verbessert“: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zum geplanten Umbau der Kliniklandschaft.

„Eine echte Reform muss her, die auch die Qualität verbessert“: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zum geplanten Umbau der Kliniklandschaft.

© Kay Nietfeld / dpa / picture alliance

Berlin. An diesem Donnerstag (1. Juni) stehen weitere Beratungen zwischen Bund und Ländern über die geplante Krankenhausreform an. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bekräftigte im Vorfeld der Gespräche seine Forderung nach einer „echten Reform“. Diese habe auch die Qualität der Patientenversorgung in den Kliniken zu verbessern, schreibt der SPD-Politiker auf „Twitter“.

„Geben mehr aus als jedes Land in Europa“

Klagen der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), die Häuser erhielten zu wenig Geld, wies Lauterbach zurück. Deutschland gebe für die stationäre Versorgung mehr aus „als jedes Land in Europa“. Auf Distanz ging Lauterbach auch zum Vorschlag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), zwecks einer besseren Patientensteuerung eine Notfallgebühr einzuführen. Es handele sich um „Lobbyvorschläge“, so der Minister.

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Laut DKG-Vorstandschef Dr. Gerald Gaß weisen die Krankenhäuser bis Ende des Jahres ein inflationsbedingtes Defizit in Höhe von rund zehn Milliarden Euro aus. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass jetzt weitere 2,5 Milliarden Euro als pauschale Energiehilfen ausgezahlt werden sollten.

Gaß warnt vor Zehn-Milliarden Euro-Defizit

Bund und Länder stünden daher in der Pflicht, für einen nachhaltigen Inflationsausgleich sowie einen Ausgleich von Kostensteigerungen im Bereich der Tarifverträge zu sorgen, um die Finanzierung der Krankenhäuser langfristig zu sichern. „Andernfalls setzt sich der kalte Strukturwandel ungebremst fort und gefährdet die Versorgung der Patientinnen und Patienten“, so Gaß.

Gegenüber der „Rheinischen Post“ aus Düsseldorf hatte Gaß erklärt, Lauterbach wolle die Finanzmittel nur umverteilen und den Krankenhäusern „über Jahre kein zusätzliches Geld zur Verfügung stellen“. (hom)

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