Weit weg von WHO-Zielen

hkk-Daten zeigen laue HPV-Impfquoten

Wie weit entfernt die HPV-Impfquoten in Deutschland von den WHO-Zielwerten sind, zeigt eine Auswertung der Bremer Handelskrankenkasse. Nur knapp 18 Prozent der 10- bis 14-jährigen Mädchen sind geimpft.

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Bremen. Die Impfquote gegen Humane Papillomaviren (HPV) bei hkk-versicherten Jungen und Mädchen zwischen 10 und 14 Jahren lag im Jahr 2022 weit unter den Zielen der Weltgesundheitsorganisation der Vereinten Nationen (WHO).

Die WHO strebt bis 2030 eine Impfquote von 90 Prozent bei Mädchen an und eine deutliche Steigerung bei Jungen. Laut aktueller Auswertung der Bremer Handelskrankenkasse (hkk) waren 2022 von den 10- bis 14-jährigen hkk-versicherten Mädchen aber nur 17,9 Prozent geimpft und bei den Jungen nur zwölf Prozent.

Bei den geimpften Mädchen liegt laut einer Mitteilung von Donnerstag unter den Bundesländern Berlin mit 21,5 Prozent vorne. Schlusslichter sind Sachsen und Thüringen mit je 12,6 Prozent. Bei den geimpften Jungen liegt Hamburg mit 20,6 Prozent an der Spitze. Am wenigsten geimpfte Jungen wurden 2022 in Rheinland-Pfalz gezählt: 8,6 Prozent.

Die ständige Impfkommission (STIKO) der Bundesärztekammer empfiehlt mit Verweis auf eine britische Studie, die Jugendlichen möglichst früh zu impfen. Bei vollständiger HPV-Impfung im Alter von 12 bis 13 Jahren konnte so eine Reduktion von Gebärmutterhalskrebs um 87 Prozent erreicht werden, teilte die hkk mit. Wurde die Impfung aber erst im Alter von 16 bis 18 Jahren durchgeführt, lag die Reduktion nur noch bei 34 Prozent.

Vor kurzem hatte der neue STIKO-Chef Klaus Überla angeregt, in Schulen HPV-Impfungen anzubieten. (cben)

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