Abrechnungsbetrug

AOK Plus holt mehr als eine Million Euro zurück

Die meisten Verdachtsmomente auf Fehlverhalten im Gesundheitswesen entfielen in den Jahren 2018 und 2019 auf den Pflegebereich.

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Dresden. Die AOK Plus ist in den Jahren 2018 und 2019 mehr als 750 Verdachtsfällen auf Fehlverhalten im Gesundheitswesen nachgegangen. In rund 43 Prozent der Fälle habe sich der Verdacht bestätigt, teilte die Kasse in Dresden mit. 551 Anzeigen wegen mutmaßlichen Fehlverhaltens stammten aus Sachsen und 181 aus Thüringen. 21 Anzeigen seien bei der Kasse überregional eingegangen.

Ein Drittel der Hinweise hätten Fachbereiche der Kasse eingereicht. Dazu zählten etwa die Rechnungsprüfung oder Zulassungsabteilung der Kasse. Zwei Drittel seien von externen Quellen ausgegangen. Damit seien Staatsanwaltschaften oder andere Krankenkassen gemeint, aber auch ehemalige Angestellte.

Nicht erbrachte Leistungen in Rechnung gestellt

Die meisten Verdachtsmomente, es seien 296 gewesen in den beiden Jahren, hätten sich bei der Pflegeversicherung und häuslichen Krankenpflege ergeben. Dafür sei die Abrechnung nicht erbrachter Leistungen, etwa das Ergänzen der Leistungen, nachdem der Versicherte diese quittiert habe, ein Beispiel.

Am häufigsten, nämlich in 43 Prozent der Fälle, würden nicht erbrachte Leistungen in Rechnung gestellt. An zweiter Stelle folge mit 17 Prozent der Leistungsmissbrauch. Die Abrechnung nicht mit vertragsgemäßer Qualifikation erbrachter Leistung stehe mit 13 Prozent an dritter Stelle.

Nach der Bearbeitung der Fälle des Fehlverhaltens im Gesundheitswesen habe die Kasse für die Jahre 2018 bis 2019 mehr als eine Million Euro zurückgeholt. (sve)

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