Abrechnungsbetrug: Steckten Arzt und Privatpatient unter einer Decke?

SAARBRÜCKEN (kud). Ein Allgemeinmediziner im Saarland soll gemeinsam mit Privatversicherten Krankenkassen und die Beihilfe um rund 10.000 Euro betrogen haben.

Veröffentlicht:

Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass sie in mindestens 20 Verdachtsfällen ermittelt. Das Pikante: Bei zwei Patienten handelt es sich offenbar um einen aktiven und einen pensionierten Finanzbeamten.

Der Arzt war vor Kurzem festgenommen worden. Ursprünglich wurde nur Steuerhinterziehung vermutet. Bei einer Durchsuchungsaktion fanden sich aber offenbar Hinweise auf Abrechnungsbetrug.

Dabei besteht der Verdacht, dass entweder Rechnungen für fiktive Leistungen oder überhöhte Rechnungen ausgestellt wurden. Den Vorteil sollen sich Arzt und Patienten geteilt haben.

Das Finanzministerium leitete gegen den Beamten ein Disziplinarverfahren ein. Dem Vernehmen nach hat er ein Teilgeständnis abgelegt. Der niedergelassene Mediziner befindet sich in Untersuchungshaft.

Wegen Immobilienbesitzes im Ausland wird Flucht- und Verdunkelungsgefahr angenommen. Bei einer Verurteilung droht dem Arzt eine mehrjährige Haftstrafe.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Interview zum Vertragsarztrecht

Regress-Prävention: Wie Ärzte Formfehlern aus dem Weg gehen

Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Flugmediziner klärt auf

Wann ein Mensch zu krank für den Flug ist

DGIM-Kongress

Gynäkologin: HPV-Impfung auch nach Konisation noch sinnvoll

Lesetipps
Ein älterer Mann liegt wach im Bett und kann nicht schlafen. Eine Uhr auf dem Nachtkasten zeigt kurz vor 3 Uhr an.

© amenic181 / stock.adobe.com

α-Synuclein-Abbau fördern

Parkinson: Wieso guter Schlaf besonders präventiv wirkt