Direkt zum Inhaltsbereich

Künstliche Intelligenz

Appell für gemeinsame Datenstrategie

Wer nicht mitkocht, steht am Schluss auf der Speisekarte, sagt Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Damit die Europäer bei KI mitkochen können, sollen sie enger zusammenarbeiten, fordert er.

Margarethe UrbanekVon Margarethe Urbanek Veröffentlicht:
BadenWürttembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bei der Veranstaltung „Bessere Medizin? Wie wir künstliche Intelligenz verantwortlich mitgestalten“

BadenWürttembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bei der Veranstaltung „Bessere Medizin? Wie wir künstliche Intelligenz verantwortlich mitgestalten“

© Margarethe Urbanek

Stuttgart. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90 / Die Grünen), fordert in Sachen Künstliche Intelligenz eine nationale und europäische Datenstrategie. „Wir müssen digital souverän werden. Angesichts der globalen Machtverhältnisse haben wir in Europa nur eine Möglichkeit: Wir müssen stärker zusammenarbeiten“, so Kretschmann am Freitag auf einer gemeinsamen Tagung der Techniker Krankenkasse und der Evangelischen Akademie Bad Boll mit dem Titel „Bessere Medizin? Wie wir künstliche Intelligenz verantwortlich mitgestalten“.

Ohne gemeinsame Datenstrategie laufe man Gefahr, von internationalen Playern, insbesondere Amerika und China, überrannt zu werden: „Wer nicht mitkocht, steht am Schluss auf der Speisekarte“, so Kretschmann mit Verweis darauf, dass es in der Debatte nicht vorrangig um wirtschaftliche Aspekte, sondern vor allem auch um Werte gehe. „Unsere europäischen Werte sind der Maßstab, mit dem wir an das Thema KI herangehen müssen.“ Ein Schritt in die richtige Richtung sei die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Der europäische Weg sei wichtig, um „Datensilos“ zu vermeiden, auf die der Staat oder Unternehmen wie Google oder Facebook kommerziell zugreifen können.

Dass Deutschland und Europa in puncto Datenverarbeitung ins Hintertreffen geraten könnten, befürchtet auch TK-Vorstandschef Dr. Jens Baas. Er plädiert für intersektorale Kooperationen: „Versicherer, Ärzte, Kliniken und Politik müssen zusammenarbeiten, damit wir nicht irgendwann von Google gesteuert werden.“ Die DSGVO sei „unsere große Chance, auf der wir aufbauen sollten“, so Baas weiter. „KI in der Medizin wird kommen. Es ist an uns, die Rahmenbedingungen zu gestalten, aus welchen Daten sie sich füttern lässt.“

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Interview zum Urologie-Kongress

Wie wird KI die Urologie verändern, DGU-Präsidentin Krege?

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Robert Koch-Institut

Erster Nachweis von Sindbis-Fieber in Deutschland

Komplexe Gemengelage

COVID-Prophylaxe 2.0: Das gilt bei der Abrechnung

Lesetipps
Eine Frau sitzt mit einer brennenden Zigarette hinter dem Lenkrad ihres Autos.

© Peter Steffen/dpa

DEGAM-Kongress

Wie viele KHK-Patienten rauchen?

Viele Gespräche, sich viel Zeit nehmen – das setzt eine Suizidassistenz voraus.

© Lumos sp / stock.adobe.com

Begleitetes Sterben

Suizidassistenz gewinnt Bedeutung in deutschen Hausarztpraxen