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EU-Projekt

Apps sollen Krebspatienten unterstützen

Über eine neue Smartphone-Plattform sollen Patienten Hilfestellung fürs Selbstmanagement ihrer Krankheit erhalten.

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NEU-ISENBURG. Noch ist es ein Forschungsprojekt. Doch die Basisversion der Selbstmanagement-Plattform für Krebspatienten, die Gesundheits-Apps bündelt und übers Smartphone läuft, soll bereits im Oktober 2016 bereitstehen. Davon geht das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik (IBMT) aus.

Das Institut gehört zu den neun interdisziplinären Partnern aus fünf europäischen Ländern, die im Rahmen des EU-Projekts "iManageCancer" digitale Lösungen für Krebspatienten erarbeiten, die diese beim Management ihrer Gesundheit unterstützen sollen.

Die geplanten Tools der IT-Plattform sollen zum Beispiel Hilfe beim Medikamentenmanagement geben und vor Wechselwirkungen warnen. Sie sollen den Patienten aber ebenso helfen, klinische Dokumente zu verstehen und zu verwalten. Außerdem würden sie passgenaue Informationen zu Therapieentscheidungen bereitstellen, heißt es.

Eine besondere Rolle nehmen laut Fraunhofer-Institut aber auch seriöse Spiele ein, die insbesondere Kinder stärken sollen, eine positive Haltung zu ihrem Leben und zu ihrer Erkrankung zu behalten. Die Patienten könnten auf Wunsch zudem ihre Ärzte miteinbeziehen, um die erhobenen Daten mit ihnen zu teilen. Ebenfalls geplant ist ein Forum zum Austausch unter Betroffenen.

Das Fraunhofer-IBMT koordiniert dieses Vorhaben. Wie das Institut berichtet, konzentrieren sich seine Aufgaben dabei auf die Weiterentwicklung eines "Care-Flow-Engine" genannten Expertensystems, das Arzt und Patienten durch die Behandlung führt. Die an das Konzept der Behandlungspfade angelehnte Technik soll es Onkologen erlauben, Behandlungsprozesse mit integrierten Aufgaben und Hilfestellungen zu formulieren, die das System dann für Patienten und ihre Ärzte ausführen könne. (reh)

Mehr Infos unter: http://imanagecancer.eu/

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