M-Health

Arzt als Patron im digitalen Datenstrom?

Viele Deutsche würden ihre Vitaldaten bedenkenlos ihrem Arzt überlassen – aber nicht ihrer Kasse.

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NEU-ISENBURG. Bei mobilen Gesundheitsanwendungen steht der Arzt im Mittelpunkt: 55 Prozent der Deutschen würden ihre per Smartphone gesammelten Vitaldaten bedenkenlos an ihren behandelnden Arzt weitergeben. Den Krankenkassen wollen weit weniger Patienten Daten zur Verfügung stellen (15 Prozent). Das zeigt die Studie "Mobile Health – Mit differenzierten Diensten zum Erfolg" des Marktforschungsunternehmens Deloitte und des Digitalverbands Bitkom.

Die Studienautoren gehen davon aus, das mobile Gesundheitsanwendungen die Rolle von Medizinern "grundlegend" verändern. Sie könnten in Zukunft Wächter über den Strom aus Gesundheitsdaten werden, den Patienten mittels ihres Smartphones sammeln und bei auffälligen Werten einschreiten, so die Vision. Aber: Momentan fehlten für ein solches Szenario in der Realität noch passgenaue Angebote. 39 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen laut Studie noch keinen Mehrwert für sich in Gesundheits-Apps. 19 Prozent schrecke mangelnde Datensicherheit von der Nutzung ab.

"Jetzt geht es darum, die bislang eher einfachen und generischen Angebote weiterzuentwickeln. Der Schwerpunkt der relevanten Anwendungen wird sich dabei in Richtung chronisch Kranker entwickeln", so Dr. Gregor-Konstantin Elbel, Partner und Leiter Life Sciences & Health Care bei Deloitte. Für die Studie wurden nach Unternehmensangaben 2000 Konsumenten in Deutschland befragt. (mh)

Studie zum Download unter tinyurl.com/yb3phke5

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