OECD-Studie / Weltwirtschaftsforum

Arztberuf wird bei Jugendlichen immer beliebter

Traditionelle Berufsbilder bleiben auf der Hitliste der Jugendlichen in der Berufswahl. Das gilt auch für Heilberufe, wie eine OECD-Studie zeigt, die beim Weltwirtschaftsforum vorgestellt wurde.

Veröffentlicht: 22.01.2020, 14:51 Uhr
Arztberuf wird bei Jugendlichen immer beliebter

Berufswunsch Arzt: Dieses Ziel wurde laut PISA-Daten mit 15,6 Prozent im Jahr 2018 deutlich häufiger als im Jahr 2000 (11,0 Prozent) genannt und hat damit den Lehrerberuf von Platz eins vertrieben.

© kanashkin / stock.adobe.com

Berlin/Davos. Jugendliche streben trotz der Veränderung der Arbeitswelt durch Digitalisierung, weiter vor allem traditionelle Berufsfelder wie Arzt oder Lehrer an. Das ist das Ergebnis einer auf PISA-Daten von 2018 beruhenden Studie der OECD über die Berufsvorstellungen 15-Jähriger, die beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos vorgestellt wurde.

Etwa die Hälfte der befragten Jugendlichen nennt einen von nur zehn besonders bekannten Berufen. Dies lasse laut OECD „auf eine insgesamt geringe Vorstellungskraft bezüglich der Vielfalt des Arbeitsmarkts schließen“.

Mädchen wollen Ärztin werden

Auffällig sei außerdem, dass sich die Berufsvorstellungen zwischen den Geschlechtern weiterhin deutlich unterscheiden. Jungen, die bei PISA in Mathematik und Naturwissenschaften gut abschnitten, interessierten sich weit häufiger für einen Beruf im Bereich Naturwissenschaften oder Ingenieurwesen als Mädchen. Mädchen, die hier gut abschnitten, visierten häufiger eine berufliche Zukunft im Gesundheitswesen an.

Der Arztberuf wurde 2018 mit 15,6 Prozent deutlich häufiger als im Jahr 2000 (11,0 Prozent) genannt und hat damit den Lehrerberuf (2000: 11,1 Prozent, 2018 9,4 Prozent) von Platz eins vertrieben.

Berufe könnten durch Automatisierung verschwinden

Zu denken gebe, so die OECD, dass „viele der genannten Berufe nicht nur traditionell, sondern möglicherweise schon bald nicht mehr zeitgemäß“ seien. Die OECD geht davon aus, dass 39 Prozent der genannten Berufe dem Risiko unterliegen, in 10-15 Jahren durch Automatisierung wegzufallen. Aus diesem Grund sei es „wichtig, Schülerinnen und Schülern frühzeitig“ ein Bild von den modernen Berufen zu vermitteln. (syc)

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