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IGeL-Seminare

Auch EU-Gelder sollen geflossen sein

Nicht nur aus deutschen Fördertöpfen sollen Subventionen für die umstrittenen IGeL-Marketingseminare bereitgestellt worden sein. Wie die "Südwest Presse" berichtet, wurden auch EU-Töpfe angezapft.

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Skeptisch: IGeL-Seminare wurden auch vom ESF subventioniert.

Skeptisch: IGeL-Seminare wurden auch vom ESF subventioniert.

© Getty Images/iStockphoto

BERLIN (reh). Die Debatte um IGeL-Seminare, die noch Ende Juli entbrannte, geht weiter. Nicht nur das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA, soll Marketingseminare fördern, in denen Ärzte darin geschult werden, ihren Patienten IGeL zu verkaufen. Auch von der EU sollen die IGeL-Seminare bezuschusst werden.

Die Hälfte der Subventionen für die Schulungen stammten aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF), berichtet die "Südwest Presse" in ihrer Ausgabe vom 7. August. Das habe das für die Förderung zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle bestätigt.

Die Bundesregierung überprüft derzeit die staatliche Förderung solcher Marketingseminare.

Dem Bericht der "Südwest Presse" zufolge können Mediziner für die Schulung ihrer Praxisangestellten auch Bildungsgutscheine von bis zu 500 Euro erhalten.

Bildungsprämie aus EU-Mitteln

Diese Prämienzahlung verantworte das Bundesbildungsministerium. Allerdings wird diese Prämie nicht an die Praxen oder Medizinischen Fachangestellten (MFA) ausbezahlt.

Um diese Art der Förderung zu erhalten, muss sich die jeweilige MFA vor Seminarantritt an eine der 600 Beratungsstellen im gesamten Bundesgebiet wenden (www.bildungspraemie.info, Info-Telefon 800/2623000).

Dort werden dann geeignete Anbieter von Weiterbildungen vermittelt, die MFA kann sich aber auch vorab Kurse aussuchen und dann in der Beratungsstelle die Förderung beantragen.

Wird die Förderung genehmigt, erhält die MFA einen Prämiengutschein, mit dem die Hälfte der Weiterbildungskosten, maximal aber 500 Euro vom BMBF übernommen werden.

Aber: Auch in diese Förderung fließen EU-Gelder ein, denn die Bildungsprämie wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds kofinanziert.

Mit Material von dpa

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