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Kommentar zu Rhön

Aufgeschoben, nicht aufgehoben

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Hat Fresenius-Vorstand Ulf M. Schneider noch ein Ass im Ärmel? Eine Passage in der Mitteilung des Unternehmens zur gescheiterten Übernahme der Rhön-Klinikum AG durch Fresenius könnte darauf hindeuten, dass in dieser Sache noch nicht das letzte Wort gesprochen ist. Doch das ist Spekulation.

Sicher werden jetzt viele niedergelassene Ärzte aufatmen, dass ihnen - Stand heute - ein übermächtiger Konkurrent, wie es ein Konzern Helios-Rhön gewesen wäre, erspart bleibt.

Denn das Unternehmen wäre mit mehr als 70 MVZ auch im ambulanten Bereich eine Macht gewesen. Für die Kassen wäre ein höchst interessanter Partner für Selektivverträge entstanden - als Konkurrenz für Freiberufler nicht zu unterschätzen.

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die Konsolidierung im Krankenhausmarkt wird weitergehen, die Klinikketten werden größer, und niedergelassene Ärzte werden sich über kurz oder lang darauf einstellen müssen.

Praxen sind in einem Wettbewerb der Systeme aber durchaus nicht chancenlos. Die Antwort auf große Klinikverbünde sind Kooperationen über Sektorengrenzen hinweg.

Wer hier Angebote hoher Versorgungsqualität aufbaut, braucht sich auch vor Klinikriesen nicht zu verstecken.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Rhön-Übernahme geplatzt

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