Apps im Gesundheitswesen

"Back to Job"-App für Menschen mit Depressionen

Veröffentlicht:

Eine App hilft depressiven Menschen auf dem Weg zurück in die Arbeitswelt.

Vielen Menschen mit Depressionen fällt der Wiedereinstieg in den Job schwer. Aus diesem Grund hat das Pharmaunternehmen Lundbeck die "Back to Job"-App entwickelt. Sie soll Betroffenen helfen, ihre Gefühlslage zu dokumentieren und die Kranken dadurch bei der schnellen Rückkehr in den Beruf unterstützen.

Die "Kalenderfunktion" der App ermöglicht es Patienten, einzelne Parameter der Krankheit nach Schulnoten zu bewerten: Nutzer können ihre Stimmung, Freude, Energie oder ihren Antrieb und das aktuelle Befinden nach Tageszeit beurteilen.

"Back to Job"

Preis: kostenfrei

Speicherplatz: 7,5 MB

Sprache: deutsch

Anforderung: iOS 5.0 oder neuer

Download im App Store

Bis zu drei Einträge sind täglich möglich. Eine Benachrichtigung erinnert den Nutzer an den Tagebucheintrag. Diese Erinnerungsfunktion lässt sich unter "Einstellung" individuell anpassen.

Unter dem Punkt "Auswertung" können die dokumentierten Daten als Grafik für unterschiedliche Zeiträume angezeigt werden. Praktisch ist, dass die Daten per E-Mail an den behandelnden Arzt gesendet werden können.

Ärzte haben so die Möglichkeit, Veränderungen zu erkennen und die Behandlung anzupassen. Die Dokumentation soll dem Patienten zudem helfen, den Verlauf der Krankheit besser zu verstehen.

Außerdem gibt die App unter "Tipps für Ihren Alltag" praktische Anregungen, etwa wie Depressionspatienten ihren Tagesablauf optimieren können. Unter dem Punkt "Aktuelle Tipps" gibt es regelmäßig Hinweise zu den Themen "aktiv sein", "gute Stimmung" oder "erholsam schlafen".

Alle Daten werden ausschließlich auf dem Smartphone gespeichert. Nur der Nutzer kann sie einsehen und entscheiden, ob er sie etwa an den behandelnden Arzt weitergeben möchte.

Nach Angaben von Lundbeck wurde die App von Spezialisten aus der Depressionsbehandlung entwickelt. "Back to Job" ist kostenlos im App Store erhältlich und soll bald auch als Android-Version verfügbar sein. (mn)

Mehr zum Thema

Apps auf Rezept

DiGA für Diabetes und Adipositas gefragt

Schlagworte
Das könnte Sie auch interessieren
Digitalisierung? „Muss für Ärzte einen Mehrwert bieten!“

© [M] Scherer: Tabea Marten | Spöhrer: privat

„EvidenzUpdate“-Podcast

Digitalisierung? „Muss für Ärzte einen Mehrwert bieten!“

Digitalisierung und Datenschutz pandemiekonform: SVR-Vorsitzender Professor Ferdinand Gerlach (li.) am 24. März in Berlin bei der Vorstellung des Ratsgutachtens und der Bundesdatenschutzbeauftragte Professor Ulrich Kelber (re.) einen Tag später bei der Vorlage seines Tätigkeitsberichts.

© [M] Gerlach: Wolfgang Kumm / dpa | Kelber: Bernd von Jutrczenka / dpa

„ÄrzteTag“-Podcast

„Wir verlangen Digitalisierung mit Gehirnschmalz!“ (Streitgespräch Teil 1)

Thorsten Kaatze, kaufmännischer Direktor am Uniklinikum Essen

© UK Essen

„ÄrzteTag“-Podcast

Ein „Kochrezept“ für die Digitalisierung einer Uniklinik

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Bayern-Spieler Joshua Kimmich beim Bundesligaspiel der Münchner gegen Hoffenheim.

© Sven Hoppe/dpa

Leitartikel

Kimmichs Impf-Bedenken und die Frage, wer was warum will

Die AU zur Vorlage bei der Krankenkasse – seit Oktober sollte diese auch elektronisch übermittelt werden können. Inzwischen reduziert sich offenbar auch die Fehlerquote.

© Ulrich Baumgarten / picture alliance

Exklusiv Nach holprigem Start

gematik: Bei elektronischer AU sinkt Fehlerquote deutlich