AOK Nordost

Bei Online-Sprechstunden geht noch mehr

Noch mehr Digitalisierung wagen – dazu rät die AOK Nordost. In einem Positionspapier zur Pandemie wird gefordert, Online-Sprechstunden noch weiter auszubauen.

Veröffentlicht: 22.04.2020, 11:35 Uhr
Digitale Versorgung: Damit kann mitunter vermieden werden, dass behandlungsbedürftige Krankheiten, speziell psychische, verschleppt werden.

Digitale Versorgung: Damit kann mitunter vermieden werden, dass behandlungsbedürftige Krankheiten, speziell psychische, verschleppt werden.

© © [M] Arzt und Laptop: Apops /

Berlin. Unter dem Titel „Digitalisierung als Gebot der Stunde“ legt der wissenschaftliche Beirat für digitale Transformation der AOK Nordost in zehn Punkten dar, wo trotz der aktuellen Corona-Pandemie „die Chancen und Herausforderungen einer zügigen Digitalisierung in allen Lebensbereichen liegen“. Dabei müsse besonders den Älteren und weniger Leistungsfähigen geholfen werden, ungewohnte digitale Prozesse zu verstehen, heißt es. Der Einzelne dürfe nicht überfordert werden.

Angesichts der aktuellen Lage in Arztpraxen und Kliniken zeige sich, dass digitale, integrierte Dienste wie Online-Sprechstunden oder qualitätsgesicherte Health-Apps dringend auf breiter Front eingeführt werden müssten. Dazu gehöre auch eine effiziente Erfassung und Verarbeitung von Gesundheitsdaten. Insbesondere könne durch eine digitale Versorgung vermieden werden, dass behandlungsbedürftige Krankheiten, speziell psychische, verschleppt werden.

Dazu bedürfe es neben medizinischer Zuwendung aber auch zum Beispiel sinnstiftender Arbeit, digitaler Bildung von Schülern oder der Integration von Versorgungsleistungen in das private Umfeld. „Solche äußerst sinnvollen Angebote haben auch einen erheblichen Präventionseffekt zur Entlastung des Gesundheitssystems, nicht nur während, sondern ebenso nach der Krise.“

Die Krankenkassen stehen dem Beirat zufolge während der Pandemie vor besonderen Herausforderungen. Zum einen gelte es, die eigenen Geschäftsprozesse den stark eingeschränkten Wirkungsmöglichkeiten anzupassen. „Zum anderen wollen sie die gesetzliche und ethische Verpflichtung, zur Funktionsfähigkeit und Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens beizutragen, als Gestaltungschance wahrnehmen. Das Gelingen hängt unter beiden Perspektiven in erheblichem Maße von einer wirksamen Nutzung der digitalen Technologien ab“, heißt es in dem Positionspapier.

Der im November 2016 gegründete wissenschaftliche Beirat für digitale Transformation der AOK Nordost berät die Krankenkasse, die in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern aktiv ist, in Fragen der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Der Beirat wird geleitet von Professor Dirk Heckmann von der TU München. (juk)

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