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Beiträge für die PKV steigen überproportional an

KÖLN (iss). Es ist nicht nur das subjektive Empfinden mancher Ärzte, dass ihr privater Krankenversicherer in der jüngsten Vergangenheit die Prämien stark angehoben hat. Eine Analyse belegt: Die Beiträge wurden 2009 und 2010 überproportional erhöht. Beeindruckender ist jedoch der Zehn-Jahres-Vergleich.

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Nicht nur einzelne private Krankenversicherer (PKV) verlangen mehr Geld. Nach einer Untersuchung des Analysehauses Morgen & Morgen hat die gesamte Branche 2009 und 2010 kräftig die Beiträge erhöht. Die hohen Steigerungen in diesem Zeitraum führt Dr. Martin Zsohar, Geschäftsführer Product Technology bei Morgen & Morgen, auf das Wettbewerbsstärkungsgesetz zurück, das ab 1. Januar 2009 unter anderem die Mitgabe eines Teils der PKV-Alterungsrückstellungen vorsieht. "Viele Anbieter passten 2008 eher moderat an, um dann nach Einführung der Portabilität 2009 stärker anzupassen", sagt Zsohar.

Ein Zehn-Jahres-Vergleich zeigt extreme Differenzen bei der Preisstabilität der Versicherer. In die Untersuchung hat Morgen & Morgen alle Unternehmen einbezogen, die mit ihren Tarifen mindestens seit zehn Jahren auf dem Markt sind. Bei den Frauen haben die Anbieter von privaten Krankenversicherungen in der Zeit von 2000 bis 2010 die Prämien im Schnitt um 4,2 Prozent pro Jahr angehoben. Die Spannbreite reicht von 0,7 Prozent bis 7,35 Prozent. Männer mussten im Schnitt pro Jahr 5,62 Prozent mehr für ihren privaten Krankenversicherungsschutz bezahlen. Je nach Anbieter beläuft sich die Erhöhung auf 1,3 Prozent oder stolze 11,6 Prozent pro Jahr.

Die Tatsache, dass die Tarife für Frauen in der Regel beitragsstabiler sind als die für Männer, erklärt Zsohar zum einen mit dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz, das zu einer Umverteilung der Kosten für Schwangerschaft und Geburt geführt hatte. "Zum anderen liegt es daran, dass Frauen statistisch gesehen mehr auf sich und ihre Gesundheit achten", sagt er.

Als beitragsstabilsten Tarife für Männer haben nach Angaben von Morgen & Morgen Hanse Merkur, DEVK, DKV, Axa und HUK-Coburg im Programm, bei den Frauen sind es HanseMerkur, DKV, HUK-Coburg, DEVK und UKV.

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