Kommentar

Chance für Ärzte und Patienten

Von Anne-Christin GrögerAnne-Christin Gröger Veröffentlicht:

Die Erhebung des Instituts für Arbeit und Technik sollte optimistisch stimmen: 73 Prozent der Befragten zwischen 45 und 65 Jahren sind der Meinung, an erster Stelle selbst für ihre Gesundheit verantwortlich zu sein. Wer die Studie aber genauer ansieht, stellt fest, dass Vorsorge und gesunde Lebensweise noch immer vor allem vom Einkommen abhängen.

Je geringer das monatliche Budget, desto weniger Vorsorge betreiben die Patienten von sich aus, sei es in Form von gesunder Ernährung oder dem Verzicht auf Alkohol. Je höher Einkommen und Bildungsstand, desto ausgeprägter das Gesundheitsbewusstsein.

Kassen und Ärzte beobachten es schon lange: Präventionskurse bei Krankenkassen und Vorsorgeuntersuchungen besuchen vor allem Menschen, denen die Bedeutung einer gesunden Lebensweise ohnehin bewusst ist. Diejenigen, die weniger gesund leben und bei denen Aufklärung dringend notwendig wäre, nehmen die Angebote noch zu selten wahr.

Fast 35 Prozent der Befragten setzen auf den Hausarzt, wenn es um die Gesundheitsförderung geht. Ein großer Teil von ihnen stammt aus unteren Einkommensklassen. Ärzte sollten die Chance nutzen, gerade diese Patienten zu erreichen und für Prävention zu sensibilisieren.

Lesen Sie dazu auch: Prävention: Jeder dritte Patient sieht Hausärzte in der Pflicht

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Bei aggressiven Patienten hilft nur Deeskalation: Dabei sollten die MFA ruhig, aber bestimmt Grenzen setzen.

© LIGHTFIELD STUDIOS / stock.adobe.com

Tipps

Die richtige Kommunikation mit schwierigen Patienten

Die Gesundheitsministerkonferenz will mehr Gelegenheiten für das Corona-Impfen schaffen – so auch in Apotheken.

© ABDA

GMK-Beschluss

Gesundheitsminister wollen Corona-Impfungen in Apotheken

Trauer über den Verlust des Babys: 0,62 Prozent der Klinikgebärenden ohne COVID-19 hatten in den USA von März 2020 bis September 2021 eine Totgeburt. Bei Gebärenden mit COVID waren es 1,26 Prozent. (Symbolbild mit Fotomodell)

© thodonal / stock.adobe.com

Corona-Studien-Splitter

Was CureVacs Corona-Impfstoff von BioNTechs unterscheidet