Pflegerat

Corona-Bonus auch für Klinikmitarbeiter gefordert

Die Corona-Prämie solle nicht nur Pflegeprofis in der Langzeitpflege, sondern auch in Kliniken gewährt werden, findet der Pflegerat. Die Kassen haben schon mal die Kosten durchgerechnet.

Veröffentlicht: 24.04.2020, 15:00 Uhr
Welche Berufsgruppen sollen den geplanten Corona-Bonus erhalten?

Welche Berufsgruppen sollen den geplanten Corona-Bonus erhalten?

© pix4U / stock.adobe.com

Berlin. Nach Ansicht des Deutschen Pflegerats sollten auch die rund 450.000 Pflegemitarbeiter in Krankenhäusern in den Genuss einer Corona-Sonderprämie kommen.

Der geplante Bonus dürfe nicht allein auf die Langzeitpflege beschränkt sein, sondern müsse auch die Beschäftigten in Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen berücksichtigen, forderte der Rat am Freitag. Die „Leistungen der Profession Pflege sind überall gleich viel wert“, hieß es zur Begründung.

Wer soll es bezahlen?

Zuvor hatten sich auch die Grünen dafür ausgesprochen, die Corona-Prämie „berufsgruppen- und sektorenübergreifend“ zu gewähren. Sich nur auf die Altenpflege zu fokussieren, werde weder der Pflege in ihrer Fachlichkeit noch den Pflegefachkräften gerecht, die in dieser Krise „allerorten als Leistungsträger“ auftreten würden, hatte die pflegepolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Kordula Schulz-Asche, angemerkt. Die Finanzierung sei über Steuermittel sicherzustellen.

Derzeit ist eine Corona-Prämie für Beschäftigte in der stationären und ambulanten Altenpflege geplant. Arbeitgeberverbände und Arbeitnehmervertreter hatten sich zu diesem Zweck kürzlich auf eine gemeinsame Empfehlung verständigt. Diese sieht die Auszahlung gestaffelter Prämien von 500 bis maximal 1500 Euro vor. Bei der Frage der Gegenfinanzierung sehen die Einrichtungen Beitrags- und Steuerzahler in der Pflicht.

Kassen: Beitragsrelevante Summe!

Die Bundesregierung sei aufgefordert, die Vorgaben für eine zeitnahe und einheitliche Auszahlung der Prämien zu schaffen, mahnte der Pflegerat. Die dafür anfallenden Kosten, die von den Kassen auf rund 900 Millionen Euro geschätzt werden, seien über Steuermittel auszugleichen.

Die Kassen hatten auch darauf hingewiesen, dass eine Ausdehnung der Bonuszahlung auf den Krankenhausbereich noch einmal Kosten von rund 1,6 Milliarden Euro nach sich ziehen würden. Das sei eine „beitragssatzrelevante“ Summe, so die Chefin des Verbands der Ersatzkassen, Ulrike Elsner. (hom)

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Vitamin C – ein Must-Have fürs Immunsystem

Immunmodulation

Vitamin C – ein Must-Have fürs Immunsystem

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Dr. Matthias Jöllenbeck pfeift in der nun beginnenden Saison auch erstmals Spiele der Bundesliga.

Dr. Matthias Jöllenbeck

Bundesliga-Schiedsrichter im Arztkittel

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden