Schlechte Marktchancen

CureVac gibt COVID-Impfstoffkandidaten auf

Was zu erwarten war: CureVac gibt seinen ersten Impfstoffkandidaten gegen SARS-CoV-2 wegen offenkundig schlechter Marktchancen auf.

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Tübingen. Der Tübinger Impfstoffentwickler CureVac schreibt seinen mRNA-Kandidaten „CVnCoV“ gegen SARS-CoV-2 ab. Wie das Unternehmen mitteilt, will es sich jetzt auf die gemeinsam mit GlaxoSmithKline begonnene Entwicklung einer mRNA-COVID-Vakzine der zweiten Generation konzentrieren.

CVnCoV, werde aus dem laufenden Zulassungsverfahren bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) zurückgezogen. Im mittäglichen Börsenhandel verlor die CureVac-Aktie nach Bekanntgabe am Dienstag 13 Prozent.

Wie das Unternehmen ausführt, habe die EMA signalisiert, dass mit einer Zulassung des ersten Kandidaten aus Tübingen frühestens im 2. Quartal 2022 zu rechnen sei. Bis dahin erwartet man aber, dass der Kandidat der zweiten Generation „eine fortgeschrittene Phase der klinischen Entwicklung erreicht haben“ wird.

Vorvertrag mit EU-Kommission wird beendet

Die Aufgabe von CVnCoV sei darüber hinaus der Überlegung geschuldet, dass es künftig differenzierterer Impfstoffe bedarf, um der „sich anbahnenden endemischen SARS-CoV2-Situation zu begegnen“. Von der vergleichsweise schwachen Wirksamkeit, die zuletzt für CVnCoV berichtet wurde – im Mittel über sämtliche Altersgruppen 48 Prozent – ist in der jüngsten Unternehmensmeldung dagegen keine Rede.

Unmittelbare Konsequenz der Aufgabe des Kandidaten, heißt es weiter, sei die Beendigung des Vorvertrages, mit dem sich die EU-Kommission rund 400 Millionen Dosen des CureVac-Impfstoffs reserviert hatte. Man wolle allerdings prüfen, „inwieweit die in diesem Zusammenhang eingegangenen Verpflichtungen auch auf die Impfstoffkandidaten der zweiten Generation übertragen werden können“. Dazu stehe CureVac in Kontakt mit der Kommission. (cw)

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