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PKV-Branche

Debeka wächst trotz Corona

Zwar verzeichnete die PKV-Branche 2020 insgesamt ein leichtes Minus. Die Debeka-Versicherungsgruppe ist nach eigener Aussage aber ansonsten gut durch das Pandemie-Jahr gekommen.

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Koblenz. Die Debeka Krankenversicherung ist im vergangenen Jahr auf Wachstumskurs geblieben. Auch in der Corona-Pandemie konnte das Koblenzer Unternehmen seine Vormachtstellung in der Vollversicherung weiter ausbauen.

Im vergangenen Jahr legte der Bestand beim Marktführer in der privaten Krankenversicherung (PKV) netto um 34 .000 Vollversicherte auf knapp 2,5 Millionen zu. Das waren zwar weniger als die 41 .000 im Jahr 2019. Aber die PKV-Branche insgesamt verzeichnete 2020 ein leichtes Minus von 0,1 Prozent auf 8,7 Millionen Versicherte.

„Jeder vierte Privatversicherte ist bei der Debeka abgesichert“, betonte Vorstandschef Thomas Brahm bei einer Online-Pressekonferenz. Inklusive der Zusatzversicherten kam der Krankenversicherer 2020 erstmals auf mehr als 5 Millionen Kunden.

Mehr Prämieneinnahmen 2020

Im vergangenen Jahr nahmen die Prämieneinnahmen um 5,0 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro zu. Die Versicherungsleistungen stiegen um 3,0 Prozent auf 5,0 Milliarden Euro. Corona-bedingte Mehrleistungen wie die Hygienepauschalen für Arztpraxen oder die Finanzierung von Corona-Tests haben die Debeka allein 77 Millionen Euro gekostet. „Auf Leistungen für Corona-erkrankte Debeka-Mitglieder entfielen circa 26 Millionen Euro“, berichtete Vorständin Annabritta Biederbick.

Im ambulanten Bereich stiegen die Versicherungsleistungen um 4 Prozent, im stationären Bereich um 1,8 Prozent. Für die zahnärztliche Versorgung ihrer Versicherten gab die Debeka im vergangenen Jahr dagegen 1,3 Prozent weniger aus.

Hoffnung auf Gesundheitsportal

Das Unternehmen will sich nach ihren Angaben weiter in Richtung Gesundheitsdienstleister für die Kunden bewegen. Deshalb habe die Debeka entschieden, nach dem Ausstieg des Mitgründers Viamed das Unternehmen Carelutions gemeinsam mit der Süddeutschen Krankenversicherung fortzuführen. Carelutions bietet Versorgungsprogramme zur Begleitung von erkrankten Versicherten an. „Wir sind von dem Geschäftsmodell überzeugt“, sagte sie.

Große Hoffnungen setzt die Debeka auf das Gesundheitsportal „Meine Gesundheit“, das von der Compugroup Medical und der Axa Krankenversicherung entwickelt wurde. Neben der Axa sind auch die Debeka, die HUK-Coburg, die Bayerische Beamtenkrankenkasse und die Union Krankenversicherung mit von der Partie. Das Portal stehe künftig jedem zweiten privat Krankenversicherten zur Verfügung, erklärte sie. (iss)

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