Gesundheitswirtschaft

Der Norden will internationaler werden

Mecklenburg-Vorpommern buhlt im Gesundheitsbusiness verstärkt um Auslandskunden.

Veröffentlicht: 13.05.2019, 14:14 Uhr

SCHWERIN. Die Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern sollte sich nach Ansicht von Landesgesundheitsminister Harry Glawe (CDU) mehr auf internationale Kunden ausrichten und Stärken im Ausland kommunizieren.

Für erfolgversprechend hält Glawe etwa Präsenz auf Messen. So seien Messebesuche, Investorentreffen vor Ort und Veranstaltungen wie die Nationale Branchenkonferenz in Warnemünde – in diesem Jahr am zwölften und 13. Juni – Bausteine, um neue Märkte in der Gesundheitswirtschaft zu erschließen. „Gerade im Auslandsgeschäft braucht es einen langen Atem. Viele kleine Schritte führen zum Erfolg. Dazu gehört, ordentlich die Werbetrommel zu rühren“, sagt Glawe, der auch Wirtschaftsminister seines Bundeslandes ist.

Nach Angaben des Ministeriums erwirtschaftet Mecklenburg-Vorpommern jeden siebten Euro an Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft. Die Branche beschäftige 154.000 Menschen, damit arbeitet jeder fünfte Beschäftigte im Nordosten in der Gesundheitswirtschaft. Diese wurde von der Landesregierung zu einem Schwerpunkt der Entwicklungspolitik gemacht. Es wurde etwa die Möglichkeit geschaffen, das bundesweit einmalige Kuratorium Gesundheitswirtschaft des Landes zu gründen. Das Gremium unterhält fünf Strategiegruppen, die als sektoren- und branchenübergreifende Kommunikationsplattformen zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Verwaltung fungieren.

Zur Zielerreichung diene ein Masterplan Gesundheitswirtschaft. Koordiniert werden die Aktivitäten durch ein Landesnetzwerk, die Biocon Valley GmbH. Sie unterstützt Unternehmen als Ansprechpartner und Dienstleister und hat in der Vergangenheit bei einer Reihe von Unternehmensansiedlungen im Nordosten geholfen.

Bei der jüngst vom Bundeswirtschaftsministerium vorgestellten gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung lag sein Bundesland in puncto Beschäftigung und Bruttowertschöpfung im Ländervergleich vorn, so Glawe. (di)

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