Digitalisierung

Deutschland entwickelt sich

Für Praxen ist es Zeit, in digitale Infrastruktur zu investieren. Nur über die Vernetzung sei der Weg zur personalisierten Medizin beschreitbar, so die Apotheker- und Ärztebank.

Veröffentlicht: 13.06.2016, 08:47 Uhr

BERLIN. Die zunehmende Digitalisierung bedeutet für das deutsche Gesundheitswesen eine Zeitenwende, sagt Michael Gabler, Leiter des Bereichs Firmenkunden der ApoBank.

Die Dynamik werde in Zukunft noch weiter zunehmen. Im Alltag der meisten Menschen sei die Digitalisierung längst schon angekommen. Über die sogenannten Wearables werden immer häufiger Daten gesammelt - "auch in der Erwartung, dass diese Daten nutzbar gemacht werden", so Gabler.

Die Patienten sähen sich in einer neuen Rolle. Auch das fördere den Schritt zu einer immer mehr im Vordergrund stehenden personalisierten Medizin, die ihren Nährboden durch das Sammeln von Gesundheitsdaten erhalte, welches für Patienten und Kostenträger immer einfacher werde. "Prävention, Diagnosen und Therapien - alles wird zukünftig maßgeschneidert", sagt Michael Gabler.

Um das Wissen nutzbar zu machen, sei eine Vernetzung vor allem auch zwischen ambulantem und stationärem Sektor nötig. Cloud-Computing werde wichtig.

So könnten in Zukunft beispielsweise Patientendaten zusammengeführt werden, um anhand von Modellen im Rahmen bildgebender Verfahren vorab sehen zu können, wie Patienten auf vorgeschlagene Therapien reagieren. Dank 3-D-Druck sei ein patientenindividuelles Arbeiten auch im Bereich Knochen und Herztransplantationen möglich.

Es sei gemeinsame Aufgabe aller "Player" im Gesundheitswesen sowie auch der Finanzdienstleister, die Möglichkeiten der Digitalisierung für eine personalisierte Medizin nutzbar zu machen, sagte Gabler. Im internationalen Vergleich sitze Deutschland bei der Vernetzung zwar noch "im hinteren Waggon", der Zug nehme aber Fahrt auf. (juk)

Mehr zum Thema

Neuer Gesetzentwurf

Zuckerbrot und Peitsche für mehr Krankenhaus-Digitalisierung

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Neuer Subtyp der Herzschwäche?

HFrecEF

Neuer Subtyp der Herzschwäche?

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden