Direkt zum Inhaltsbereich

Anlagen-kolumne

Die Börse ist keine Einbahnstraße

Von Gottfried Urban Veröffentlicht:

Wenn die Aktienmärkte über einen langen Zeitraum gut gelaufen sind, beschleicht immer mehr Anleger ein mulmiges Gefühl. Muss da nicht bald der Absturz kommen?

Dass das weitere Potenzial eines Aktienmarktes begrenzt sei, nur weil er einen neuen Höchststand erreicht hat, ist jedoch ein Trugschluss. Nehmen wir zum Beispiel den US-Index S&P 500, der die 500 größten Firmen umfasst. Vor 30 Jahren kam es zum großen Oktobercrash. Der Markt stürzte von über 300 Punkten auf 220 Punkte ab. Doch nach zwei Jahren gab es schon wieder neue Rekordmarken.

Ich wage eine Prognose: Zum Allzeithoch einen Aktien-Korb breit über einen Index zu kaufen, wird auch für die nächsten zwanzig Jahre rentabel bleiben. Entscheidend ist nicht die Kurshöhe, es ist vielmehr die Frage, ob ein Aktienmarkt und die enthaltenen Unternehmen im Verhältnis zur Ertragskraft oder zur Substanz (zu) teuer sind. Solange die Umsatz- und Ertragslage der Unternehmen mindestens mit der Kursentwicklung Schritt hält, sind Schwankungen von untergeordneter Bedeutung.

Der Aktienmarkt ist keine Einbahnstraße, das Risiko von Kursrückschlägen steigt mit der Zuversicht der Marktteilnehmer. Und wenn sich Anleger über die Gefahren des Aktienmarktes informieren wollen, dann werden sie genügend negative Prognosen finden.

Mir war zum Beispiel nicht bewusst, dass es weltweit aktuell vierzig aktive Konflikte geben soll. Konflikte in dieser Anzahl sind die Normalität. So zumindest laut Analyse einer großen internationalen Kapitalverwaltungsgesellschaft. Ab welchem Börsen-Rückgang investiere ich wieder? Was mache ich mit meinem Geld, wenn die Korrektur erst bei 15.000 Punkten im Dax einsetzt und dann nur auf den aktuellen Stand zurückfällt? Je mehr Anleger auf die große Korrektur warten, umso unwahrscheinlicher ist es, dass sie eintrifft.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Juli-Sitzung des CHMP

Acht Pharma-Innovationen auf der Zielgeraden zur EU-Zulassung

Praxislandschaft 2040

Studie: In welchen Regionen mittelfristig die größten Hausarztlücken drohen

Zusatzeinkommen

Lukratives Prüfgeschäft: Versorgerpraxen in der klinischen Forschung

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Haustiere

Kasuistik: Was passieren kann, wenn der Hund die Wunde ableckt

Patienten häufig überwässert

Praxistipps zur Hyponatriämie: „Trinken nur bei Durst!“

Lesetipps
Nicht alles können Ärzte in der Rheumatologie delegieren – die strukturierte Vorbereitung einer Anamnese allerdings schon.

© auremar / stock.adobe.com

Aufgabenteilung

Wie Delegation in der Rheumatologie funktionieren kann

Dreidimensionale gerenderte Illustration von Darmkrebs.

© appledesign / stock.adobe.com

Ergebnisse einer Vergleichsstudie

CT-Kolonografie oder FIT: Welches Verfahren Darmkrebs früher aufspürt

Eine Frau hat einen kleinen Ventilator in der Hand.

© Marcus Brandt/dpa

Auf einen Blick

Unsere Beiträge zum Thema Hitze in der Übersicht