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Die apoBank bleibt deutlich in der Gewinnzone

DÜSSELDORF (ger). Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank befindet sich trotz der Finanzkrise weiterhin in einer komfortablen Situation. Sie schreibt weiter schwarze Zahlen und hat anders als viele andere Banken auch keine Probleme beim Eigenkapital. Das geht aus den vorläufigen Zahlen hervor, die die Bank jetzt veröffentlicht hat.

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Zwar ist der Bilanzgewinn nach vorläufigen Zahlen um fast die Hälfte auf 60 Millionen Euro gesunken. Doch soll an die mehr als 100 000 Genossenschaftsmitglieder nach Angaben der Bank eine unveränderte Dividende von sechs Prozent ausgeschüttet werden.

Die Bank habe mit ihrer operativen Ertragskraft der Krise erfolgreich getrotzt, kommentiert Günter Preuß, Vorstandssprecher der apoBank, die vorläufigen Zahlen. "Der Gesundheitsmarkt ist und bleibt ein Wachstumsmarkt. Unsere Bank ist das einzige Kreditinstitut, das sich auf diesen Markt spezialisiert hat", so Preuß weiter. Die Zahl der Kunden ist im vergangenen Jahr den Angaben zufolge um rund 12 500 auf gut 319 000 gestiegen. Das operative Ergebnis (vor Risikovorsorge) liegt mit 316 Millionen Euro leicht über Vorjahr. Die Risikovorsorge wurde um 30 Prozent ausgeweitet.

Dabei habe die Vorsorge im klassischen Kreditgeschäft sogar um 10 Millionen Euro reduziert werden können, für die Liquiditäts- und Eigenanlagen dagegen habe die Bank die Risikovorsorge von 189 Millionen Euro auf 338 Millionen ausgeweitet. Durch die Auflösung von Vorsorgereserven in Höhe von 135 Millionen Euro seien diese Wertkorrekturen gemindert worden.

Die Bilanzsumme hat zum Jahresultimo 2008 etwa 41 Milliarden Euro erreicht, was einem Plus von 11 Prozent entspricht. Die Eigenkapitalquote ist leicht auf 12,8 Prozent (Vorjahr: 13,5 Prozent) gesunken. Für 2009 erwartet die Bank einen stärkeren Wettbewerb und höhere Refinanzierungskosten, will aber Bilanzgewinn und Dividende stabil halten.

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