Die degressive Abschreibung wird ab 2009 wieder möglich

BERLIN (ava). Befristet auf zwei Jahre wird zum 1. Januar 2009 die degressive Abschreibung auf bewegliche Wirtschaftsgüter wieder eingeführt.

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Das ist Teil des Maßnahmenpakets zur Stärkung der Konjunktur, das die Bundesregierung beschlossen hat (wir berichteten kurz). Danach können Neuanschaffungen wie Medizingeräte mit einer festen jährlichen Rate von 25 Prozent vom Vorjahreswert der Geräte abgeschrieben werden.

Das Medizingerät wird bei dieser Abschreibungsform zu Beginn des Nutzungszeitraums höher abgeschreiben als zum Ende. So werden Jahr für Jahr 25 Prozent abgeschrieben, und zwar immer vom jeweiligen (also sinkenden) Buchwert. Diese Form der degressiven Abschreibung war zum 1. Januar 2008 abgeschafft worden, nach einem Jahr Pause wird sie jetzt wieder eingeführt. Allerdings können nicht mehr 30 Prozent der Anschaffungskosten, sondern nur noch 25 Prozent abgesetzt werden.

Der Wegfall wirkte sich besonders nachteilig aus bei abnutzbaren Wirtschaftsgütern mit langer Nutzungsdauer, da sich der Prozentsatz der linearen Abschreibung nach der Nutzungsdauer bestimmt. Die degressive Abschreibung ist für Ärzte wesentlich vorteilhafter. Sie verschafft Praxischefs einen Liquiditätsvorteil, da die Abschreibungsbeträge aufgrund des hohen Abschreibungssatzes in den ersten Jahren beträchtlich sind und daher auch die Steuerersparnis überdurchschnittlich ist.

Zusätzlich will die Bundesregierung die Möglichkeit von Investitionsabzugsbeträgen und Sonderabschreibungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erweitern. Die Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen wird bei Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen ausgeweitet und der Steuerbonus verdoppelt, auf 20 Prozent von 6000 Euro.

Grundsätzlich positiv bewertet Gabriele Bechtel, stellvertretende Geschäftsführerin der Steuerberatungsgesellschaft Bust, die Entscheidung der Bundesregierung. Es sei zu begrüßen, wenn die Steuerersparnis möglichst bald nach einer Investition einsetze. Bechtel rechnet jedoch nicht mit großen Auswirkungen auf die Volkswirtschaft. Ärzte machten ihre Investitionsentscheidungen nicht von der Höhe der Abschreibung abhängig, so Bechtel.

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