Direkt zum Inhaltsbereich

Leitartikel zur Netzförderung

Die große Chance für Netze

Nach langer Wartezeit: Der Anforderungskatalog für förderungswürdige Arztnetze ist nun fast in trockenen Tüchern. Und könnte sich für echte Versorger-Netze bei den Verhandlungen mit Kassen als überaus nützliches Werkzeug erweisen.

Rebekka HöhlVon Rebekka Höhl Veröffentlicht:
Welches Netz ist förderungswürdig? Nach drei Stufen sollen das die KVen künftig prüfen.

Welches Netz ist förderungswürdig? Nach drei Stufen sollen das die KVen künftig prüfen.

© B. Simsek / iStockphoto.com

Die Tinte ist noch nicht trocken, gibt Dr. Bernhard Gibis, Leiter des Dezernats Verträge und Verordnungsmanagement bei der KBV, zu bedenken. Gemeint ist der derzeitige Abstimmungsprozess mit den Kassen zum Anforderungskatalog für die Netzförderung.

Trotzdem kommt langsam Tempo in die Förderung, wie sich auf einem Workshop der Agentur deutscher Arztnetze (ADA) in Berlin zeigte: Fast alle Kassen hätten dem Katalog bereits zugestimmt. Und das ist wichtig, denn - das hat auch die KBV längst erkannt - die Netze sind ein wichtiger Partner bei der Versorgungssicherung.

Stichwort Ärztemangel. Gibis sagte daher sehr treffend: "Die Strukturförderung ist hängen geblieben auf der Praxisebene." Um weiterhin eine wohnortnahe Versorgung zu sichern, brauche es "nun aber etwas Neues".

Da es bei der gesamten Netzförderung aber leider einen dicken Pferdefuß gibt, den Gibis sehr offen beim Namen nannte - "Es gibt kein neues Geld dafür." -, brauchen die Netze nun dringend Unterstützung beim Generieren zusätzlichen Geldes über Add-on-Verträge.

Dabei sind es gar nicht nur die KVen, wie eine Umfrage der ADA unter den Standesvertretungen zeigte, die der Förderung aus der Morbiditätsorientierten Gesamtvergütung heraus eine Absage erteilen.

Auch die Netze selbst wollen keinen Unfrieden zwischen den Akteuren auf Versorgungsebene stiften und nicht dem Prinzip "linke Tasche, rechte Tasche" folgen ...

Jetzt gleich lesen ... Jetzt gleich lesen ...

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Interview

Nachwuchs für die Landpraxis gewinnen: Auf das Gesamtpaket kommt es an!

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Tipps von hausärztlichen Anwendern

Wenn Kollege KI in der Arztpraxis „assistiert“

DGIM 2026

Bewusstseinsstörungen: Der internistische Blick

Lesetipps
Ältere Frau versucht, sich mit einem Fan abzukühlen.

© solidcolours/Getty Images/iStock

Tipps

Sommerhitze: Das ist wichtig bei älteren Patienten