Kommentar

Digitale Gewissensfrage

Von Matthias Wallenfels Veröffentlicht: 19.09.2018, 05:57 Uhr

Die Digitalisierung bietet mit Sicherheit viel Potenzial, um mit entsprechenden Lösungen den medizinischen Versorgungsalltag effizienter und komfortabler zu gestalten. Nicht nur Patienten, sondern auch Ärzte könnten in Zukunft zum Beispiel vom behandlungsbegleitenden Einsatz geeigneter Gesundheits-Apps profitieren.

Doch sind der Digitalisierung im Versorgungsalltag auch Grenzen gesetzt. Das zeigt eindrucksvoll das Beispiel der Empfängnisregelung. Hier befinden sich Protagonisten von Verhütungs-Apps im Clinch mit ihrem Berufsverband. Dieser hat es zur Maxime erhoben, dass Frauen von ihren Gynäkologen auf der Suche nach Alternativen zur hormonellen Verhütung eine im Vergleich zur Pille annähernd sichere Verhütungsempfehlung erwarten können.

Unterwerfen sich Frauenärzte in ihrem Handeln dieser Verbandsmaxime, so können sie bestimmten Patientinnen und deren Wunsch nach Freiheit mitunter nicht gerecht werden. Freiheit bedeutet auch Risiko. Wer als gestandene Frau bewusst auf die Pille verzichten will, muss sich nach ärztlicher Aufklärung über die Risiken der Anwendung einer Basaltemperaturmethode im Allgemeinen und deren digitaler Variante im Speziellen bewusst sein. Es geht um eine persönliche Entscheidung!

Lesen Sie dazu auch: Gesundheits-Apps: Patienten zwischen Sicherheit und Freiheit

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