Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Eigenmächtige Korrekturen

Julia FrischVon Julia Frisch Veröffentlicht:

Von Klarheit keine Spur: Viele Gesetze, Verordnungen oder Beschlüsse sind so schwammig gefasst, dass deren Anwendern gar nichts anderes übrig bleibt als zu erraten, was die Verfasser mit dieser oder jener Formulierung gemeint haben könnten. Das geht den Kassenärztlichen Vereinigungen nun auch mit dem Beschluss des Bewertungsausschusses zur Honorarverteilung wieder so.

Einige Punkte gibt es, über deren Auslegung man unterschiedlicher Ansicht sein kann. Teilweise werden aber Vorgaben des Bewertungsausschusses als interpretationsfähig eingestuft, obwohl der Wortlaut der Bestimmungen dafür keinen Raum gibt. Auslegungsbedürftig oder nicht - auch das scheint eine Sache der Interpretation zu sein.

Ärgerlich für die niedergelassenen Vertragsärzte: Manche KVen fühlen sich bemüßigt, Regelungen einfach vorzugreifen, die sich auf Bundesebene noch im Diskussionsstadium befinden (Beispiel: Halbierung der Arztfälle in fachungleichen Gemeinschaftspraxen). Mit solchen eigenmächtigen Korrekturen gibt man Ärzten das Gefühl, dass "ihre" KV eher gegen als für sie arbeitet.

Lesen Sie dazu auch: Honorarreform: Was Ärzte ärgert, lässt Schmidt nicht kalt Stimmt alles bei den Regelleistungsvolumen? Daran haben nicht nur Ärzte Zweifel Ulla Schmidt weist Honorar-Kritik scharf zurück Wie werden nicht dringende Hausbesuche vergütet? Methadon-Substitution: Trotz Aufwertung gibt es Verluste Ist ein Langzeit-EKG auch über mehrere Tage hin abrechenbar?

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Update 2026

S3-Leitlinie Lungenkrebs: Das sind die wichtigsten Änderungen

Frage an die Ethiker

Darf der Intimbereich beim Hautkrebs-Screening ausgelassen werden?

Lesetipps
Ein Körper, der an mehreren Stellen schmerzt.

© peterschreiber.media / stock.adobe.com

HICP-Prävalenz untersucht

So verbreitet sind chronische Schmerzen in Deutschland

Schmerzen im Unterleib: HWI werden künftig nach Krankheitszeichen klassifiziert.

© Science Photo Library

Neuklassifikation

Unkomplizierte und komplizierte Harnwegsinfektion? Das war einmal!