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Cyber-Attacke auf Klinik

Ermittlungen in Fürth dauern noch an

Nach dem jüngsten Hackerangriff auf das Klinikum Fürth wollen die Ermittler noch nicht von einer gezielten Cyber-Attacke sprechen.

Veröffentlicht:

Fürth/Erlangen. Nach einem Hackerangriff ist das Klinikum Fürth wieder weitgehend einsatzbereit. „Wir haben uns wieder größtenteils angemeldet und auch die Rettungswagen fahren uns wieder an“, erklärte Kliniksprecher René Icgen am Montag auf Anfrage der „Ärzte Zeitung“ den Stand der Dinge.

Nachdem am Freitag bekannt geworden war, dass das Klinikum Fürth Opfer eines Computerviren-Angriffs geworden war, war dort der Betrieb aus Sicherheitsgründen stark heruntergefahren worden. So hatte sich das Klinikum von der Notfallaufnahme abgemeldet, die Internetverbindung seiner IT gekappt und planbare unkritische Eingriffe vorsorglich gestrichen.

„Aus Gründen der Patientensicherheit haben wir in diesem Fall sehr konservative Maßnahmen ergriffen“, so der Kliniksprecher. Auch galt es die Verbreitung der Malware zu verhindern.

Für die schnelle Reaktion gab es prompt Lob vom Bayerischen Landesbeauftragten für Datenschutz. Das Klinikum Fürth habe mit seinem Notfallplan richtig auf den Virenangriff reagiert, wird Thomas Petri im Bayerischen Rundfunk zitiert. Nach Einschätzung der Klinik hatte das Virus per E-Mail Zugang in die Computersysteme bekommen. An der Aufklärung des Vorfalls sind IT-Experten der Klinik und externe IT-Sicherheits-Spezialisten beteiligt. Auch das Landeskriminalamt wurde eingeschaltet.

Welche Art Schadsoftware dabei genau zum Einsatz kam, oder, ob es sich bei dem Vorfall um einen gezielten Angriff handelte, konnte der Kliniksprecher am Montag „aus ermittlungstaktischen Gründen“ noch nicht bekanntgeben. „Wir gehen aber in jedem Fall von einem kriminellen Angriff aus“, so Icgen.

Für das Klinikum Fürth war es nicht der erste Hackerangriff. Berichten zufolge wurde es schon vor rund drei Jahren Ziel eines Trojaner-Angriffs. (bfe)

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