Regressfall Blettenberg

Etappensieg am Sozialgericht

Veröffentlicht:

KÖLN. Etappensieg für Dr. Jörg Blettenberg: Das Sozialgericht Düsseldorf (SG) hat einem Eilantrag des gegen hohe Arzneimittelregresse kämpfenden Hausarztes aus Lindlar stattgegeben.

Die Regresszahlungen für 2010 sind ausgesetzt, bis über seine Klage gegen den Entscheid des Beschwerdeausschusses entschieden ist.

Das SG sieht "ernsthafte Zweifel" an der Rechtmäßigkeit des Regressbescheides. Blettenberg hätte vor Festsetzung des Regresses eine individuelle Beratung erhalten müssen.

"Dass bereits für die Quartale des Jahres 2009 Regresse wegen Richtgrößenüberschreitungen festgesetzt worden waren, ist … unerheblich, da auch in diesem Zusammenhang eine individuelle Beratung … nicht erfolgt war", heißt es in dem Beschluss.

Der finanzielle Druck auf Blettenberg aber besteht fort. Für 2009 muss er weiterhin 4000 Euro monatlich zurückzahlen. Er fürchtet, dass auch 2011 und 2012 Regresse folgen werden. Die Prüfungen für 2011 haben bereits begonnen.

Der wesentliche Grund für die Arznei- und Heilmittelregresse, die sich bislang auf 150 000 Euro belaufen, ist die Tatsache, dass der Hausarzt 120 Einwohner in einer psychiatrischen Einrichtung mitversorgt. Sein Fall hat bundesweit für Aufsehen gesorgt. (iss)

Az.: S 33 KA 282/13 ER

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Landessozialgericht Potsdam

Erfundene GOÄ-Ziffer ist nicht berechnungsfähig

Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Einsatz im Kriegsgebiet

Essener HNO-Ärztin hilft Menschen im Iran via Telemedizin

Lesetipps
Endoskopische Auffälligkeiten bei der Colitis ulcerosa

© Gastrolab / Science Photo Library

Interview

Das ist neu in der S3-Leitlinie Colitis ulcerosa

Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?

© Gina Sanders / stock.adobe.com

Pro & Contra

Was bringt die Messung von Lipoprotein(a)?