Bussgeld

Europäisches Gericht weist Firmenklage ab

Veröffentlicht:

LUXEMBURG. Das Gericht der Europäischen Union (EuG) hat eine Klage mehrerer Pharmaunternehmen gegen eine Millionen-Strafe der EU-Kommission wegen Marktabsprachen abgewiesen.

Wie das Gericht am Donnerstag mitteilte, muss die dänische Lundbeck 93,7 Millionen Euro Strafe zahlen. Die Generikahersteller Alpharma, Arrow, Ranbaxy sowie Generics UK, eine einstige Tochterfirma von Merck Darmstadt, sollen insgesamt 52,2 Millionen Euro zahlen. Die Kommission wirft ihnen vor, nach Patentablauf für das Antidepressivum Citalopram 2002 mehrere Absprachen getroffen zu haben, um den Markteintritt von Nachahmern zu verhindern. Dafür habe Lundbeck ungefähr den Betrag gezahlt, den die Generikakonkurrenten als Gewinn aus eigener Vermarktung von Citalopram-Generika hätten erzielen können. Von den Absprachen habe die Kommission 2003 nach Hinweisen der dänischen Kartellbehörde erfahren.

Lundbeck erklärte, mit dem EuG-Urteil nicht einverstanden zu sein. Die beanstandeten Vereinbarungen hätten sich im Rahmen üblicher Patentabkommen bewegt - hier ging es um Rechte an einem Herstellungsverfahren. Der Wettbewerb sei dadurch nicht behindert worden.

Man wolle das Urteil jetzt analysieren und dann über eine Berufung beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) entscheiden. Für den Revisionsantrag blieben noch mehr als zwei Monate Zeit. (cw)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

S2e-Leitlinie aktualisiert

Auto fahren mit Diabetes: Auf diese Punkte sollten Ärzte hinweisen

Lesetipps
Pipetten mit Flüssigkeiten im Labor.

© Alican/stock.adobe.com

Hoffnung durch KI & Co?

Drei neue Strategien gegen Pankreaskrebs

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Die Pressekonferenz zum DKK 2026 mit zahlreichen Menschen auf dem Podium.

© Peter-Paul Weiler, berlin-event-foto.de

DKK 2026

Immuntherapie bei Krebs: Komplexe Kombinationen gefragt

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Blick in den Darm mit einem Krebsgeschwür.

© Juan Gärtner / stock.adobe.com

Gastrointestinale Tumoren

Magen-Darm-Krebs: Wirklich immer früher?

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe