Klinik-Management

Europas größtes Kliniklabor im Plus

Aus zwölf mach' eins: Seit Jahresanfang versorgt nur noch ein großes Labor die Berliner Kliniken von Charité und Vivantes. Nicht einmal ein Jahr nach der Gründung gibt es bereits Gewinn.

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Labor: In Berlin gebündelt.

Labor: In Berlin gebündelt.

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BERLIN (ami). Das gemeinsame Labor der beiden Berliner Klinikriesen Charité und Vivantes erreicht schon im ersten Jahr seines Bestehens einen Jahresumsatz von mehr als 40 Millionen Euro.

Diese Bilanz hat jetzt der Aufsichtsrat des Kooperationsprojekts gezogen. Den Einsparerfolg für Charité und Vivantes beziffert er auf eine Million Euro.

"Unternehmen wie Labor Berlin sparen der Stadt nicht nur Geld, sie festigen gleichzeitig Berlin als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort", so Joachim Bovelet, Aufsichtsratschef des Labors Berlin und Geschäftsführer von Vivantes.

"Potenzial in der Bündelung"

Der Erfolg des Zusammenschlusses zeige, wie viel Potenzial die Bündelung von Kräften habe, so Bovelet weiter.

Die zwölf Labore der Uniklinik Charité und des landeseigenen Konzerns Vivantes sind seit Jahresbeginn zu Europas größtem Krankenhauslabor zusammengeschlossen.

Neben Charité und Vivantes versorgt das Labor Berlin auch andere Kunden mit Laborleistungen. "Es ist gelungen, das Labor Berlin erfolgreich am Markt zu platzieren", so Dr. Christian Friese, Finanz- und Personal-Geschäftsführer des Großlabors.

Speziallaborleistungen für Offenbach

Im Zusammenhang mit der kommissarischen Leitung des Offenbacher Klinikums durch die Vivantes-Geschäftsführung werden auch die Speziallaborleistungen für dieses Klinikum in Berlin erbracht.

Zudem werden weitere Kliniken in Berlin versorgt. Bis zum Ende des Jahres sollen so 1,3 Millionen Euro außerhalb von Charité und Vivantes erwirtschaftet werden, kündigte Friese an. Das seien 64 Prozent mehr als ursprünglich geplant.

Erweiterungsbau bis Ende 2012

Für Ende 2012 ist die Fertigstellung des zentralen Laborgebäudes 6000 Quadratmetern Nutzfläche auf dem nördlichen Campus Virchow-Klinikum der Charité geplant.

Durch die Zentralisierung soll die Effizienz steigen. Das Labor Berlin weist zudem darauf hin, dass es verschiedene innovative Methoden nutzt, darunter den MRSA-Schnelltest.

Die Diagnosedauer einer MRSA-Infektion in den Kliniken von Vivantes und Charité ist dadurch den Angaben zufolge von ein bis zwei Tagen auf eine Stunde verkürzt worden.

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