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Kommentar zur Medica

Faszinierender Fortschritt

Die Medizinmesse Medica ändert ihr Gesicht – aber sie leidet nicht unter dem Strukturwandel. So lange es dem Gesundheitswesen gut geht, wird das auch so bleiben.

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Die Gesundheitswirtschaft brummt. Zum Start der Medizinmesse Medica meldet die MedTech-Branche Umsatzzuwächse wie in den besten Boomzeiten, ein Plus von fast zehn Prozent in den ersten acht Monaten. Von Wachstumsschwäche keine Spur. Das spiegelt sich auch in den Zahlen der Medica wider: Die internationale Leitmesse verzeichnet so viele Aussteller wie noch nie auf dem Düsseldorfer Messegelände.

Und doch ist auch in dieser Branche der Strukturwandel, der sich durch die Digitalisierung in der medizinischen Versorgung ergeben wird, schon deutlich zu spüren. Viele Aussteller, die niedergelassene Ärzte als Zielgruppe haben, haben der Messe den Rücken gekehrt – im Gegenzug wird es in den Hallen immer internationaler. Auch die Bedeutung von Start-ups nimmt immer weiter zu, das Bild in den Hallen wandelt sich, es wird bunter.

Am Ende bleibt es faszinierend, Innovationen in Medizin- und Labortechnik, Physiotherapie und nicht zuletzt Anwendungen in der Gesundheits-IT auf der Spur zu sein, zum Beispiel in diesem Jahr die LZ-Blutdruck-Messung ohne Manschette oder das Pflegepflaster für die Sturz- und Mobilitätsüberwachung von Senioren. Innovationen wie diese sind die eigentlichen Treiber des medizinischen Fortschritts.

Schreiben Sie dem Autor: hauke.gerlof@springer.com

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