Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar zur Praxiswerbung mit Fotos

Fragwürdiger Ekel-Faktor

Bedarf es beim Praxismarketing immer unästhetischer Bilder?

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:

Geht es um Angebote mit medizinischer Indikation, so dürfen Arztpraxen nach dem neuen Heilmittelwerbegesetz (HWG) auch mit unästhetischem Bildmaterial für ihre Leistungen werben - zum Beispiel bei Vorher-nachher-Vergleichen.

In den Augen der Wettbewerbszentrale gibt ein Urteil des Oberlandesgerichts Celle Praxisteams nun eine gewisse Orientierung, bis zu welchem Grad eine Arztwerbung nicht "abstoßend" und damit HWG-konform ist. Wohlgemerkt geht es nur um medizinisch indizierte Angebote, für die Kosmetik bleibt diese Art der Werbung derweil weiter tabu.

Fernab der richterlichen Klärung der Frage, wie weit Arztpraxen nun im Einzelfall mit ihrer bildunterstützten Werbung gehen dürfen - sie werden juristisch weiter auf einem schmalen Grat wandern - können Praxischefs für sich eine Grundsatzentscheidung treffen. Und zwar die, ob es in ihrer Praxis unbedingt des visuellen Ekel-Faktors bedarf, um Patienten von der Sinnhaftigkeit eines medizinischen Eingriffs - vielfach wird es sich um IGeL-Angebote handeln - zu überzeugen.

Denn wer ein gutes Arzt-Patienten-Verhälnis pflegt und medizinisch auf der Höhe der Zeit ist, wird auch überzeugende verbale Argumente finden, die bei Patienten den Entscheidungsprozess auch ohne Angst einflößende Bilder reifen lassen können.

Lesen Sie dazu auch: Arztwerbung: Was ist "abstoßend"?

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Meist Adenokarzinome

Tipps zur Früherkennung: Warnzeichen für Pankreaskrebs erkennen

AMD-Prävention

Altersabhängige Makuladegeneration: Leitlinie gibt Empfehlungen zum Screening

Lesetipps
Eine Frau zieht einen Kompressionsstrumpf auf ihr rechtes Bein.

© Itana / Stock.adobe.com

Leitlinien-Update

Welcher Kompressionsstrumpf ist der richtige?

Eine Tonsillektomie wird im OP durchgeführt.

© ShvedKristina / stock.adobe.com

Verschiedene Verfahren

Vergleichsstudie: Weniger Schmerzen nach intrakapsulärer Tonsillektomie