Unternehmen

Fresenius setzt sich neues Gewinn-Ziel

Neue Rekordzahlen lassen Fresenius optimistisch nach vorne blicken: 2014 will der Healthcare-Konzern beim Gewinn nach Steuern die Milliarden-Euro-Schwelle überschreiten.

Von Christoph WinnatChristoph Winnat Veröffentlicht:
Konzerchef Dr. Ulf Schneider der Fresenius SE zeigt sich optimistisch in Bad Homburg bei der Bilanzpressekonferenz.

Konzerchef Dr. Ulf Schneider der Fresenius SE zeigt sich optimistisch in Bad Homburg bei der Bilanzpressekonferenz.

© dpa

BAD HOMBURG. Die Aktionäre der beiden Dax-Titel Fresenius SE und Fresenius Medical Care (FMC) können sich freuen. Sowohl die Konzernmutter als auch die Dialyse-Sparte FMC werden für 2010 einmal mehr die Dividende erhöhen: Fresenius zum 18. Mal in Folge, FMC zum 14. Mal in Folge.

Für den Konzerntitel lautet der Vorschlag an die Hauptversammlung plus 15 Prozent auf 0,86 Euro pro Stammaktie. Für die FMC-Stämme lautet er plus sieben Prozent auf 0,65 Euro.

Konzernchef Dr. Ulf Schneider zeigte sich bei der Bekanntgabe der Bilanz in Bad Homburg überzeugt davon, dass sich das rasante Unternehmenswachstum auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird. Das mittelfristige Ziel, bei 15 Milliarden Euro Umsatz 15 Prozent EBIT-Marge zu erreichen, habe man bereits übertroffen.

Fresenius SE

Branche: Dialyseprodukte und -dienstleitungen, Infusionen und Spezialernährung, Kliniken und Krankenhaus-Projektgeschäft

Sitz: Bad Homburg

Geschäftszahlen 2010: Umsatz: 16 Mrd. Euro EBIT: 2,4 Mrd. Euro Überschuss: 660 Mio. Euro

Mitarbeiter: 137.552 (Stand Ende 2010)

Bis 2014 peilt Schneider jetzt einen Konzerngewinn von über einer Milliarde Euro nach Steuern an. Das bedeutet ein durchschnittliches Gewinnwachstum in diesem und den drei kommenden Jahren von je 15 Prozent.

Auch 2010 konnte die Fresenius SE zweistellig zulegen: Der Umsatz stieg um 13 Prozent auf 16 Milliarden Euro. Fünf Prozentpunkte gingen auf das Konto günstiger Wechselkurseffekte. Der Konzernüberschuss verbesserte sich um 28 Prozent auf 660 Millionen Euro.

Alle Unternehmensbereiche - Fresenius Medical Care, die Spezialernährungssparte Kabi, die Kliniksparte Helios sowie das Krankenhaus-Projektgeschäft Vamed - hätten zu dem Umsatz- und Gewinnwachstum beigetragen, heißt es. FMC, größte der vier Units, setzte mit 12 Milliarden Dollar sieben Prozent mehr um als im Vorjahr.

Der Überschuss nahm um zehn Prozent auf 979 Millionen Dollar zu.

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2011: Der Konzernumsatz soll währungsbereinigt um mindestens sieben Prozent wachsen, der Gewinn währungsbereinigt zwischen acht und 12 Prozent.

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