Direkt zum Inhaltsbereich

GKV und PKV hinken bei Social Media hinterher

Die gesetzlichen und privaten Krankenversicherer halten sich bei ihrem Engagement in sozialen Netzwerken zurück. Kaum eine Kasse nutzt das Potenzial von Social Media, ergab eine Studie.

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:

NEU-ISENBURG. Krankenversicherer - gesetzliche wie auch private - können noch erhebliche Synergiepotenziale heben, wenn es um ihren Umgang mit Sozialen Netzwerken geht. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC).

Gemeinsam mit der Universität Hamburg hat PwC nach eigenen Angaben die Web-Auftritte aller privaten und gesetzlichen Krankenversicherern im Hinblick auf ihre Nutzung von Social Media im November 2010 untersucht. Der Abgleich mit einer ähnlichen Erhebung aus dem Vorjahreszeitraum habe eine Einschätzung der Entwicklung ermöglicht, versichert PwC.

Optimierung lohnend für Kundenbindung und Service-Angebote

Vor allem eine Verstärkung der Kundenbindung, eine Verbesserung des Vertriebs und den Ausbau effizienter Service-Angebote sehen die Studienautoren als lohnende Stellschrauben für die Optimierung der Social Media Aktivitäten der Krankenversicherer an.

Doch, so mahnen die Verfasser, wer die Social Media Anwendungen nutze, müsse sich auch über die damit verbundenen Risiken im Klaren sein. Dazu zählten unter anderem die Preisgabe vertraulicher Informationen durch unvorsichtige Mitarbeiter oder die Imageschädigung durch Nutzer.

Fokus liegt auf Interaktion mit Kunden

Tendenziell nutzten die Krankenversicherer verstärkt Social Media Anwendungen, das volle Potenzial von Twitter, Facebook, Blogs und Co. schöpften die privaten und gesetzlichen Krankenkassen aber noch nicht aus.

Diese Aussage gelte sowohl im Hinblick auf vertriebliche Aspekte als auch bei Kundenbindung und Service. Wo der Fokus auf Interaktion liege, beschränke sich die Präsenz der Assekuranzen oftmals noch auf reine Unternehmensdarstellungen.

GKV bietet Chats und Foren, PKV bei XING und Twitter

Während fast alle gesetzlichen Krankenkassen (GKV) Nutzern auf ihren Websites Chats oder Foren anböten, hinkten die Unternehmen der privaten Krankenversicherung (PKV) hier noch arg hinterher, heben die Studienautoren hervor.

Die PKV sei dafür deutlich stärker bei dem Business-Netzwerk XING vertreten, wobei der Fokus hier auf den eigenen Mitarbeitern läge. Auf Facebook seien jeweils rund 40 Prozent von GKV und PKV aktiv - überwiegend jedoch nur mit einer eigenen Seite und einer Kurzdarstellung.

Einen eigenen Twitter-Kanal betrieben in den Reihen der PKV 35 Prozent, bei den Anbietern unter dem Dach der GKV seien es 13 Prozent.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Arzt entwickelt MFA-Börse

So finden Praxisinhaber die MFA, die zu ihnen passt

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Glasglobus und Stethoskop, eingebettet in grünes Laub, als Symbol für Umweltgesundheit und ökologisch-medizinisches Bewusstsein

© AspctStyle / Generiert mit KI / stock.adobe.com

Klimawandel und Gesundheitswesen

Klimaschutz und Gesundheit: Herausforderungen und Lösungen

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein MRT verbraucht viel Energie, auch die Datenspeicherung ist energieintensiv.

© Marijan Murat / dpa / picture alliance

Klimawandel und Gesundheitswesen

Forderungen nach Verhaltensänderungen und Verhältnisprävention

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

© Frankfurter Forum für gesellschafts- und gesundheitspolitische Grundsatzfragen e. V.

Das Frankfurter Forum stellt sich vor

Ein Dialogforum von Fachleuten aus Gesellschaft, Gesundheitspolitik und Wissenschaft

Kooperation | In Kooperation mit: Frankfurter Forum
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Protest vor dem Bundestag: Die Aktionsgruppe „NichtGenesen“ positionierte im Juli auf dem Gelände vor dem Reichstagsgebäude Rollstühle und machte darauf aufmerksam, dass es in Deutschland über drei Millionen Menschen gebe, dievon einem Post-COVID-Syndrom oder Post-Vac betroffen sind.

© picture alliance / Panama Pictures | Christoph Hardt

Symposium in Berlin

Post-COVID: Das Rätsel für Ärzte und Forscher

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Krisenkommunikation war Schwachpunkt in der Pandemie

© HL

Herbstsymposium der Paul-Martini-Stiftung

Krisenkommunikation war Schwachpunkt in der Pandemie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung

Corona-Pandemie

Lockdowns: Ein hoher Preis für den Nachwuchs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: vfa und Paul-Martini-Stiftung
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Hautärztliche Empfehlungen

Welche Ernährung bei Akne ratsam ist

Pro & Contra

Betablocker nach Herzinfarkt – Standard oder Einzelfallentscheidung?

Lesetipps
Hausarzt Florian Vorderwülbecke mit seiner Tasche

© Vincenz Vorderwülbecke

Auf Haus- und Heimbesuch

Die perfekte Hausbesuchstasche: Worauf Sie beim Packen achten können

Viel hilft viel? Die Studienlage zu Probiotika ist im besten Falle durchwachsen.

© Romario Ien / stock.adobe.com

Dissens in Bezug auf Wirksamkeit

Wem oder wogegen helfen Probiotika?

In Deutschland machen frühe Erkrankungen mit Darmkrebs (EOCRC), also vor dem 50. Lebensjahr circa 5 Prozent der Neudiagnosen aus.

© Dmytro / stock.adobe.com

Registerauswertung aus neun Bundesländern

Mehr Darmkrebs-Neudiagnosen bei Jüngeren in Deutschland