Berlin

Geld- und Haftstrafen für Datendiebstahl aus dem BMG

Veröffentlicht:

BERLIN. Wegen Ausspähens von Daten aus dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat das Landgericht Berlin zwei Männer zu Geldstrafen verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig (Az.: 501 39/13). Danach hatten die Angeklagten ab 2009 persönliche E-Mail-Konten hochrangiger Ministeriumsmitarbeiter ausgespäht, darunter die des Ministers, um sich dadurch einen Informationsvorsprung zu verschaffen.

Der 45-jährige Christoph H. habe als Systemadministrator einer externen Firma Zugang zur IT des Ministeriums gehabt und sich unter Überwindung der Passwörter unberechtigt Zugang zu den persönlichen Postfächern verschafft und die dort gespeicherten Daten kopiert. Diese Datenkopien an Thomas B. (50), einen ehemaligen Pressesprecher des Apothekerdachverbands ABDA, verkauft.

Zur Verurteilung gelangten zwei Fälle aus 2012, deretwegen B. 52.800 Euro Geldstrafe zu zahlen hätte. . B. wurde zu 300 Tagessätzen zu je 220 Euro verurteilt, wobei 60 Tagessätze davon als vollstreckt gelten. Da das Verfahren insgesamt zu lange gedauert habe, müsste B. nicht 66.000 Euro, sondern nur 52.800 Euro zahlen.

Auch H. wurde zu einer Geldstrafe verurteilt, die aber einer bereits bestehenden, zur Bewährung ausgesetzten Haftstrafe – unter anderem wegen Kinderpornografie – verlängernd zugerechnet wurde. (dab)

Mehr zum Thema

Zwei Ärzteverbände positionieren sich

MEDI und ze:roPraxen wollen mit Klinik-Kauf MVZ-Optionen erweitern

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Es gibt tierexperimentelle Studien, wonach Mikroplastik entzündungsverstärkend wirkt, wenn durch ein zusätzliches Agens die Tight junctions zwischen Darmzellen zerstört sind. Wenn also zu einer hohen Mikroplastik-Konzentration zusätzlich pathogene Faktoren hinzukommen, könnte dies entzündungsfördernd wirken, etwa bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

© Rochu_2008 / stock.adobe.com

Forschung

Beeinflusst Mikroplastik chronische Erkrankungen?

Charlotte Kleen

© Babett Ehrt/ Lichtbildwerkstatt

Porträt

Wie Charlotte Kleen Medizin in ihrer ganzen Breite kennenlernt

Mädchen geht chemischen Experimenten in einem Klassenzimmer nach, die Haare stehen ihr zu Berge.

© Andrey Kiselev / stock.adobe.com

Inkretinmimetika

GLP-1: Wie aus dem kleinen Hormon ein Rockstar wird