Gesundheitswesen technisch veraltet?

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BERLIN (dpa). Im deutschen Gesundheitswesen wird nach Ansicht der Elektroindustrie zu oft mit veralteter Technik gearbeitet. "Der Bürger wird mit einer Technik versorgt, die uralt ist, weil im Gesundheitssystem zu wenig Geld ist", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI), Klaus Mittelbach, zu dpa. Dies sei in erster Linie eine Frage mangelnder Effizienz im Gesundheitssektor, nicht so sehr von mehr Geld. Mittelbach verwies auf die gesundheitliche Vorsorge und bemängelte, dass etwa "Ultraschallgeräte in den ärztlichen Praxen in der Regel zehn Jahre alt" seien. In der Zwischenzeit seien aber Geräte entwickelt worden, die mit weitaus größerer Präzision in der Tumoranalyse arbeiteten. "Der volkswirtschaftliche Schaden, der dadurch entsteht, ist gigantisch", sagte Mittelbach, ohne genaue Zahlen nennen zu können. "Aber wenn der Tumor bereits bei einer Größe von 0,4 Millimetern anstelle von 4 Millimetern erkannt wird, kann die Behandlung des Patienten früher beginnen, belastet den Patienten weniger und bietet eine höhere Chance auf Heilung - das kostet insgesamt weniger."

Einige Berechnungen gingen davon aus, dass es mindestens 20 Prozent Effizienzpotenzial im gesamten Gesundheitssystem gebe, sagte Mittelbach. In diesem Sektor gehe es - mit gesetzlich und privat Versicherten - um einen Umsatz von gut 260 Milliarden Euro. Der ZVEI- Geschäftsführer wies die Kritik der Politik an der Elektrobranche zurück, diese wolle eine Apparatemedizin der zweiten Generation aufbauen. Im Gegenteil empfänden viele Patienten laut Umfragen die technischen Erleichterungen als angenehm, da das pflegende Personal mehr Zeit für wirkliche menschliche Betreuung und persönliche Zuwendungen habe.

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