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Kliniken in München

Hausärzte warnen vor Kahlschlag

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MÜNCHEN. Sollte die geplante Umstrukturierung der städtischen Krankenhäuser in München tatsächlich umgesetzt werden, hat das aus Sicht der Hausärzte fatale Folgen. Die beabsichtigte Reduktion von Standorten, die einem Kahlschlag gleichkomme, werde "unwiderrufliche Versorgungslücken" reißen, heißt es in einem Offenen Brief, den Hausärzte an Oberbürgermeister Christian Ude gerichtet haben.

Die Versorgung von Akutpatienten mit Herzinfarkt, Schlaganfall, akuter Blinddarm- oder Gallenblasenentzündung, Magen-Darmblutung und vielen anderen schwerwiegenden Krankheiten werde sich deutlich verschlechtern, warnen der Münchner Bezirksvorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes, Dr. Christoph Grassl, und sein Stellvertreter Dr. Oliver Abbushi.

Denn die Patienten müssten dann mit Notfalltransporten in jene Häuser gebracht werden, die die notwendigen Einrichtungen zur umfassenden Behandlung und Versorgung dieser Notfallpatienten vorhalten, wie zum Beispiel Herzkatheter-Labor, Intensivstation, Operationssälen, Endoskopie oder Dialysezentrum.

Die Umstrukturierung werde zu einer Überforderung der übriggebliebenen Kliniken führen, überlange Wartezeiten bis zur Aufnahme oder bis zu einem Op-Termin wären die Folge. "Eine geregelte und koordinierte Zusammenarbeit von Hausarzt, Facharzt und Krankenhaus zum Wohle des Patienten ist dann kaum mehr möglich", heißt es in dem Schreiben.

Mit der beabsichtigten Neuordnung werde außerdem einer Zwei-Klassen-Medizin Vorschub geleistet, warnen die Hausärzte. Verlierer wären vor allem die alten, chronisch-kranken Patienten. (sto)

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