Kommentar

Immer mehr für Kliniken?

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

Mittelknappheit sieht anders aus: Kostenträger und ein guter Teil der Leistungserbringer leiden derzeit keine Not. Die Krankenkassen horten weiter Überschüsse, wenn auch die Polster nicht mehr so schnell wachsen wie bisher.

Und auch der Krankenhaus Rating Report zeichnet von der Lage kein düsteres Bild. Nur elf Prozent der Häuser werden in diesem Jahr in den roten Zahlen erwartet – nach 18 Prozent im vergangenen Jahr.

Kliniken profitieren derzeit finanziell von Regelungen aus dem Krankenhausstrukturgesetz von 2016, und die gute Wirtschaftslage in Deutschland lässt gar nicht erst die Idee aufkommen, im Gesundheitswesen den Rotstift anzusetzen.

Dennoch ist der Ausblick im Report für viele Häuser pessimistisch: Bis 2025 könnten demnach mehr als die Hälfte der Kliniken rote Zahlen schreiben – wenn nicht "massiv gegengesteuert" wird. Gemeint damit sind oft schmerzhafte Strukturreformen.

Doch aktuell hat die Kliniklobby einen Lauf: Zusätzliche Mittel sind in Sicht, wenn die Personalkosten der Pflege von den DRG abgekoppelt werden.

Nur die Finanzierung der Investitionen durch die Länder bleibt weiterhin eine offene Baustelle. Aber vielleicht lässt sich der Gesundheitsminister ja zu einem "Digital Boost" für Investitionen in die Digitalisierung überreden ...

Lesen Sie dazu auch: Krankenhaus Rating Report: Kliniken profitieren von guter Wirtschaftslage – vorübergehend

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

© metamorworks / Getty Images / iStock

Krebsmedizin auf neuen Wegen

Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Metaanalyse

Keine Evidenz für die meisten Statin-Nebenwirkungen

Röntgen-Thorax führte zur Diagnose

Kasuistik: Negativer D-Dimer-Test trotz akuter Lungenembolie

Geldanlage

Was einen guten Vermögensverwalter ausmacht

Lesetipps
Eine Frau liegt erschöpft auf einem Sofa.

© fizkes / stock.adobe.com

Patientenumfrage

Krebs: So häufig sind Tumorschmerzen

Ein Mann schaut auf seine Smartwatch und auf sein Smartphone

© vm / Getty Images

Hypertonie

Smartwatch und Co.: Wie weit ist die manschettenlose Blutdruckmessung?