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MSD

Indische Hersteller erhalten Lizenz für Corona-Medikament

Abseits hitziger Patentdiskussionen auf der politischen Weltbühne leistet der US-Anbieter Merck & Co. Hilfe zur Selbsthilfe.

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Kenilworth. Der US-Konzern Merck & Co. (in Europa: MSD) hat mit fünf indischen Generikaherstellern Lizenzvereinbarungen zur Produktion seines Corona-Medikaments Molnupiravir geschlossen.

Das experimentelle Nukleosidanalogon wird den Angaben zufolge in Allianz mit dem US-Startup Ridgeback Bio entwickelt und derzeit noch in Phase 3 zur Behandlung nachweislich an COVID-19 erkrankter, aber noch nicht hospitalisierter Patienten geprüft.

„Erschütterndes Ausmaß menschlichen Leids“

Die freiwillige Lizenzvereinbarung solle dazu beitragen, heißt es in einer Mitteilung der deutschen MSD, „die Verfügbarkeit von Molnupiravir in Indien und in anderen Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen nach der Zulassung oder Notfallgenehmigung zu beschleunigen“.

„Das Ausmaß menschlichen Leids, das derzeit in Indien herrscht, ist erschütternd, und es ist klar, dass mehr getan werden muss, um es zu lindern“, begründet Merck-CEO Kenneth C. Frazier das Engagement seines Unternehmens.

Hilfsmaßnahmen für Indien

Partner auf indischer Seite sind Cipla, Dr. Reddy’s, Emcure Pharma, Hetero Labs und Sun Pharma. Alle diese Hersteller besäßen qualifizierte Produktionsbetriebe sowie Erfahrungen als Lieferanten für Entwicklungs- und Schwellenländer, heißt es weiter. Mit dem Abkommen erhielten sie die Erlaubnis, Molnupiravir nach Indien sowie in über 100 weitere Länder zu liefern.

Darüber hinaus sei MSD in Gesprächen mit dem Medicines Patent Pool, einer von den Vereinten Nationen unterstützten, gemeinnützigen Beschaffungsorganisation, „um das Potenzial für weitere Lizenzen zu evaluieren“.

Außerdem kündigt MSD an, die Hilfsmaßnahmen für Indien mit Technologie zur Sauerstoffproduktion, Desinfektionsmitteln und finanzieller Unterstützung über mehr als fünf Millionen Dollar unterstützen zu wollen. (cw)

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