Direkt zum Inhaltsbereich

Arzneimittel-Engpass

Industrieverband ProGenerika: Festbetrags-Moratorium ist nur „symbolische Geste“

Eltern sollten sich keine allzu großen Hoffnungen machen, dass kurzfristig wieder mehr Fiebersäfte für Kinder in den Apothekenregalen stehen.

Veröffentlicht:

Berlin. Die vom GKV-Spitzenverband angekündigte dreimonatige Aussetzung der Festbeträge für 180 Kinderarzneimittel bringt nach Ansicht der Branchenverbands ProGenerika nichts.

Wie es in einer Mitteilung am Freitag heißt, lasse sich das akute Problem vor allem fehlender Fiebersäfte damit nicht lösen. Es gebe „derzeit schlicht keine Ware, die kurzfristig auf den Markt gebracht werden könnte.“ Verbandsgeschäftsführer Bork Bretthauer: „Woher sollen die Fiebersäfte plötzlich kommen?“

Ursache der aktuellen Engpässe sei – neben den ungewöhnlich hohen Infektionszahlen – die Tatsache, „dass es zuwenige Hersteller gibt, die überhaupt noch Kinderarzneimittel produzieren“. Um das zu ändern, seien vielmehr „auskömmliche“ Erstattungspreise nötig.

Einen dementsprechenden Ansatz hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach bereits mit seinen Eckpunkten zu einem „Arzneimittel-Gesetz“ versprochen. Was Bretthauer ausdrücklich begrüßt: „Die Intention des Gesetzes ist richtig.“ Dagegen sei das dreimonatige Festbetrags. Moratorium eine lediglich „gut gemeinte aber unwirksame Adhoc-Maßnahme“. (cw)

Lesen sie auch
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kohlenhydrate, Apfelessig, Gottesnahrung und Süßstoffe

Vier Ernährungs- und Blutzuckermythen im Faktencheck

US-Datenbank-Analyse

Hochdosierter Influenza-Impfstoff könnte Demenz vorbeugen

Lesetipps
Ein Mann liegt im Bett und schaut auf sein Handy.

© Andrii Lysenko / Stock.adobe.com

Insomnie

Wie sich schlechter Schlaf auf Schmerzen auswirkt