Praxisführung

Innenminister: Neuer "Perso" ist sicher

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Der neue elektronische Personalausweis mit zwei Lesegeräten, aufgenommen im Fraunhofer Fokus Institut Berlin.

Der neue elektronische Personalausweis mit zwei Lesegeräten, aufgenommen im Fraunhofer Fokus Institut Berlin.

© dpa

BERLIN (dpa/eb). Noch vor der Einführung des neuen Personalausweises hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bei den Bürgern um Vertrauen für das elektronische Dokument geworben. Wer nicht von den neuen Möglichkeiten zur Identifikation im Internet Gebrauch machen wolle, könne den neuen "Perso" so wie den bisherigen Ausweis ohne Chip benutzen, betonte de Maizière am Freitag.

Der Personalausweis sei sicher, sagte der Minister. Es sei bisher niemandem gelungen, die Chipkarte zu knacken. Auch Schleswig-Holsteins Datenschutzbeauftragter Thilo Weichert gab in Sachen Sicherheit Entwarnung. Er habe keine Befürchtungen mehr, dass das Dokument von Unbefugten ausgelesen werden kann.

Am 1. November hat der elektronische Personalausweis den altbekannten Ausweis abgelöst. Dabei hatte es zuletzt viel Kritik gegeben. Unter anderem bemängelten Experten wie der Chaos Computer Club (CCC), dass Angreifer auf ungeschützten Computern unter Umständen die PIN für die OnlineIdentifikation ausspähen könnten.

Dies kann jedoch nur passieren, wenn ein einfaches Basis-Lesegerät eingesetzt wird. Ein Angreifer könnte sich dann im schlimmsten Fall bei einem Online-Händler für den ahnungslosen Nutzer ausgeben - für den Abschluss eines Geschäfts reicht dies allein aber noch nicht.

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar wies noch einmal besonders darauf hin, dass die Speicherung der Fingerabdrücke auf dem Chip des Ausweises ausschließlich freiwillig erfolgt. "Wer den neuen Personalausweis beantragt, sollte daher gut überlegen, ob er diese sensiblen Daten dort speichern möchte. Schließlich ist nicht zu erkennen, welche Vorteile der Ausweisinhaber von der Speicherung seiner Fingerabdrücke hat", betonte Schaar.Für die elektronische ID-Funktion empfahl Schaar den Einsatz höherwertiger Lesegeräte mit integrierter Tastatur.

Für Kritik hatte in den vergangenen Wochen auch gesorgt, dass der neue Personalausweis deutlich teurer wird als die 8 Euro, die man bisher bezahlen musste. Der Scheckkarten-Ausweis kostet für Bürger im Alter über 24 Jahren 28,80 Euro und für jüngere 22,80 Euro.

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