Direkt zum Inhaltsbereich

Ermächtigte Klinikärzte

Irrtümliche Doppelbesteuerung hebt Bestandskraft nicht auf

Das Finanzgericht Münster sieht in offensichtlicher Unrichtigkeit keinen Grund, einen Steuerbescheid zu revidieren.

Veröffentlicht:

Münster. Krankenhausärzte mit der Möglichkeit zur Privatliquidation sollten klare Absprachen auch über die steuerliche Aufteilung treffen. Stellt sich nachträglich eine Doppelbesteuerung heraus, ist dies kein Grund, bestandskräftige Steuerjahre neu zu bescheiden, wie jetzt das Finanzgericht Münster entschied.

Im Streitfall hatte ein Arzt in seiner Steuererklärung sämtliche Einnahmen aus stationären und ambulanten Chefarztbehandlungen als Einkünfte aus selbstständiger Arbeit angeführt. Später stellte sich heraus, dass das Krankenhaus die Einnahmen aus stationären Chefarzt-Leistungen auch bereits dem Lohnsteuerabzug unterworfen und daher Lohnsteuer abgeführt hatte. In den Streitjahren 2009 bis 2012 wurden so jeweils zwischen 25..000 und 55.000 Euro doppelt besteuert. Die entsprechenden Steuerbescheide wurden bestandskräftig.

Für eine Änderung der Bescheide gibt es keinerlei rechtliche Grundlage, urteilte hierzu nun das FG Münster. Die der Besteuerung zugrunde liegenden Tatsachen hätten sich nicht geändert.

Auch eine „offensichtliche Unrichtigkeit“, die das Finanzamt ohne weitere Prüfung der Angaben des Arztes hätte erkennen können, liege nicht vor. Der Arzt hat hiergegen bereits Revision zum Bundesfinanzhof in München eingelegt. (mwo)

Finanzgericht Münster, Az.: 14 K 2122/16 E

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Nichtinfektiösen Durchfall erkennen

Das sind die Warnzeichen für chronische Diarrhö

Lesetipps
Ärztin mit Patientem

© Alexander Raths / stock.adobe.com

Dermatologin Yael Adler gibt Tipps

Wie man Hypochondern in der Praxis am besten begegnet

Eine Ärztin spricht mit einer Patientin.

© Monkey Business / stock.adobe.com

Biopsychosozial vorgehen!

So unterstützen Sie Ihre Patienten bei funktionellen Körperbeschwerden

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram