„ÄrzteTag“-Podcast
Wie ticken Menschen mit Autismus, Prof. Freitag?
Die Behandlung von Patienten mit ASD kann für Ärzte und MFA eine Herausforderung sein. Worauf sollten sie achten, um für beide Seiten eine optimale Versorgung zu schaffen? Forscherin und Ärztin Prof. Christine Freitag gibt Tipps im „ÄrzteTag“-Podcast.
Veröffentlicht:Völlige Verschlossenheit oder plötzlicher Wutausbruch: Bei Menschen mit Autism Spectrum Disorder (ASD) stoßen Patienten und Ärzte gegenseitig an ihre Grenzen. Denn: Ein Arztpraxisbesuch stellt Autisten, wie sie auch umgangssprachlich genannt werden, vor besondere Herausforderungen. Und eine Seltenheit sind sie nicht: Schätzungen gehen davon aus, dass einer von hundert Bundesbürgern ASD hat. Wie begegnen Ärzte und Ärztinnen ihnen also optimal, um ein optimales Behandlungsergebnis zu erreichen?
Prof. Christine M. Freitag hilft uns bei dieser Einordnung: Sie hat Evangelische Theologie und Humanmedizin studiert und leitet die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum in Frankfurt am Main. Und sie hat intensiv zum Thema Autismus geforscht. Mit Prof. Freitag finden wir heraus, wie ASD-Patienten ticken und warum ihr Gehirn überhaupt anders funktioniert als das der anderen 99 Prozent der Bevölkerung.
Kleiner Spoiler für diese Podcast-Episode: Es liegt insbesondere daran, dass ASD-ler Probleme damit haben, Sinneseindrücke zu filtern – dies überfordert sie konstant. Auch bei anderen Themen gibt die Forscherin und Ärztin eine Einordnung: Prof. Freitag erklärt, wieso die Neuklassifizierung von Autismus im ICD-11 richtig ist. Sie sagt auch, welche Screening-Tools für Mediziner eine Hilfe bei der Autismus-Diagnose darstellen – und wo deren Limitierungen sind. Sie berichtet zudem, wieso ihr Team Harry Potter-Filme eingesetzt hat, um Kinder mit ASD zu behandeln.
Am Ende wird es besonders praxisrelevant: Zusammen betrachten wir, welche kleinen und großen Bausteine Menschen mit Autism Spectrum Disorder in der Arztpraxis helfen. Prof. Freitag zeigt, warum schon kleine Änderungen im Gespräch mit solchen Patienten die Behandlung auf beiden Seiten verbessert. (Dauer: 23:06 Minuten)











