Anhebung auf 2,5 Prozent

KVWL erhöht Verwaltungskosten-Umlage

Vor allem die Kosten für die Förderung von Weiterbildungsassistenten bringen Ärzten in Westfalen-Lippe eine höhere Umlage. Es gibt aber auch noch weitere Gründe.

Veröffentlicht: 27.12.2019, 12:58 Uhr

Dortmund. Niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten müssen in Westfalen-Lippen im kommenden Jahr eine höhere Verwaltungskostenumlage zahlen. Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat die Anhebung des Satzes um 0,3 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent zum 1. Januar 2020 beschlossen. Grund sind nach Angaben der KV vor allem die deutlich gestiegenen Ausgaben für die Förderung von Weiterbildungsassistenten.

Nach Hochrechnungen der KV muss sie allein 2018 rund 11,1 Millionen Euro für die Förderung ausgeben, im Jahr 2015 waren es noch 4,4 Millionen Euro gewesen. Die Kosten für die Förderung der ambulanten Weiterbildung werden gemeinsam von KVen und Krankenkassen getragen.

„Eigentlich ist es nicht unsere Aufgabe, diese Maßnahme zur Sicherstellung der ambulanten Versorgung aus unseren Honoraren zu finanzieren“, betont der Vorsitzende des KVWL-Finanzausschusses Dr. Holger Brinkmann. Die Kosten müssten gesamtgesellschaftlich getragen oder die Krankenkassen verstärkt in die Pflicht genommen werden, findet er. Der KVWL-Vorstand macht sich auf Bundesebene für eine stärkere Beteiligung der Kassen an der Finanzierung der ambulanten Weiterbildung stark.

Der KVWL-Haushalt wird noch durch weitere Faktoren belastet: Durch den Tarifabschluss im öffentlichen Dienst steigen die Tarifgehälter bei der KVWL im kommenden Jahr im Schnitt um 3,12 Prozent. Negativ zu Buche schlagen auch die Verwahrgebühren, die die KVWL bei den Banken für ihre Einlagen bezahlen muss.

Zudem ist 2019 die Verwaltungskostenumlage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung von 1,63 Promille der über die KV abgerechneten Vergütungen auf 1,81 Promille gestiegen. Die Kosten für die 24 Stunden-Verfügbarkeit der Terminservicestelle veranschlagt die KVWL mit 1,8 Millionen Euro für 2020.

„Wir stehen mit diesen Problemen nicht allein da“, sagt Brinkmann. Mit einem Verwaltungskostensatz von 2,5 Prozent schneide die KVWL im bundesweiten Vergleich immer noch gut ab. (iss)

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