Energiewende

Kabinett beschließt Wärmeplanungsgesetz

Das Heizungsgesetz hat die Gemüter erhitzt. Mit dem Wärmeplanungsgesetz, das die Länder verpflichtet, ihr Wärmeangebot planungssicher transparent zu machen, nimmt die Koalition Druck aus dem Kessel.

Veröffentlicht:
Womit heizen – und wie teuer? Hausbesitzer hat die Bundesregierung mit ihren Plänen zum Gebäudeenergiegesetz verunsichert. Flankierend hat sie nun den Entwurf eines Wärmeplanungsgesetzes auf den Weg gebracht.

Womit heizen – und wie teuer? Hausbesitzer hat die Bundesregierung mit ihren Plänen zum Gebäudeenergiegesetz verunsichert. Flankierend hat sie nun den Entwurf eines Wärmeplanungsgesetzes auf den Weg gebracht.

© weixx / stock.adobe.com

Berlin. Alles redet vom Cannabisgesetz – doch am heutigen Mittwoch wurde zudem auch der Entwurf des Wärmeplanungsgesetzes („Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze“) vom Kabinett beschlossen und damit an die parlamentarische Beratung überwiesen. Ziel der Gesetzgebung ist, wie es aus der Regierung heißt, „in allen rund 11.000 Kommunen Deutschlands eine Wärmeplanung zu haben, damit Bu¨rgerinnen und Bu¨rger, aber auch Gewerbetreibende wissen, mit welchem Energieträger und welcher Versorgung sie lokal rechnen können“.

Mit dem Gesetz werden die Bundesländer verpflichtet, eine Wärmeplanung für ihr Hoheitsgebiet aufzustellen. Für Hausbesitzer ist das eine wichtige Orientierung, wenn im Zuge des Gebäudeenergiegesetzes („Heizungsgesetz“) eine Modernisierung ihrer Anlage ansteht. Dort, wo Kommunen die Anbindung an ein Fernwärmenetz ermöglichen, muss über die Installation etwa einer Wärmepumpe nicht mehr nachgedacht werden. Außerdem soll die Pflicht zur Erneuerung eines Heizsystems überhaupt erst greifen, nachdem ein kommunaler Wärmeplan vorliegt.

Laut Entwurf des Wärmeplanungsgesetzes sollen Wärmenetze bis 2030 zu 30 Prozent, bis 2040 zu 80 Prozent und ab 2025 vollständig mit Wärme aus erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme gespeist werden. Für die Bürger, so wird versichert, gehe mit der öffentlichen Wärmeplanung kein direkter Erfüllungsaufwand einher.

Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD): „Wer ein Haus hat, will wissen, mit welchen Kosten fu¨r Energie in den nächsten Jahrzehnten zu rechnen ist. Wer heute eine Mietwohnung sucht, schaut auch nach dem Energieverbrauch und fragt, mit welchem Energieträger geheizt wird. Antworten auf diese Fragen sollen ku¨nftig schnell und einfach zu finden sein. In jeder einzelnen Kommune sind die Voraussetzungen anders. Gerade deshalb ist ein bundeseinheitliches Wärmeplanungsgesetz wichtig.“ (cw)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Anwältin erläutert Fristen

Regressbescheid nach 10 Jahren – ist das rechtens?

Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Detailansicht eines Windrades: Bringt eine ökologisch nachhaltige Geldanlage auch gute Rendite? Anleger sollten auf jeden Fall genau hinschauen.

© Himmelssturm / stock.adobe.com

Verantwortungsbewusstes Investment

„Nachhaltig – das heißt nicht, weniger Rendite bei der Geldanlage!“

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank)
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Arzt in einem weißen Arztkittel spricht mit einem männlichen Patienten über die Ergebnisse der medizinischen Untersuchung und gibt anhand dieser eine Behandlungsempfehlung ab.

© Pcess609 / stock.adobe.com

Kommunikationsfehler vermeiden

Tipps: So sollten Sie mit Patienten über Risiken und Zahlen sprechen

Weltkugel mit Viren

© ImageFlow / stock.adobe.com

Review und Leitlinie

Ambulante antivirale COVID-19-Therapie: Was US-Wissenschaftler empfehlen

Die Ärzte Zeitung ist jetzt auch auf Instagram aktiv.

© prima91 / stock.adobe.com

Social Media

Folgen Sie der Ärzte Zeitung auf Instagram