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Kliniken

Kardiologie-Kooperation in NRW gegründet

Die Uniklinik RWTH Aachen schließt sich mit einem Krankenhaus in Eschweiler zum "Qualitätsverbund Interventionelle Kardiologie" zusammen.

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KÖLN. Die Uniklinik RWTH Aachen und das St.-Antonius-Hospital in Eschweiler wollen im Bereich der interventionellen Kardiologie enger zusammenarbeiten. Dafür haben sie den "Qualitätsverbund Interventionelle Kardiologie Aachen und Eschweiler" gegründet. Ziel ist es, die bestehenden Versorgungsstrukturen und -kompetenzen zu vernetzen und die Versorgung von Herzpatienten zu verbessern. Dabei nützt den beiden Standorten die geografische Nähe zueinander: Aachen und Eschweiler liegen nur rund 20 Kilometer voneinander entfernt.

Beide Kliniken sind zertifizierte Ausbildungsstätten für die direkte Therapie an Herzkranzgefäßen und Herzklappen mittels minimal-invasiver Katheter-Techniken und beschäftigen zahlreiche durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie zertifizierte Herzspezialisten. "Der Verbund ermöglicht die Etablierung und Umsetzung definierter Qualitätsangebote sowie eine kooperative Weiterentwicklung durch abgestimmte Fortbildungsangebote", teilt die Uniklinik RWTH Aachen mit. Mit der Gründung wollen die Kliniken auch auf die demografische Entwicklung und den weiter wachsenden Bedarf an Herzmedizin reagieren. Profitieren sollen auch niedergelassene Ärzte und ambulante Dienste in der Region.

"Wir werden gemeinsame Fallkonferenzen durchführen und verbindliche Qualitätsrichtlinien aufstellen", erklärt Professor Nikolaus Marx, Direktor der Klinik für Kardiologie, Pneumologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin an der Uniklinik RWTH Aachen, die konkrete Umsetzung der Kooperation.

Außerdem soll es zur Vermeidung von Komplikationen und zur Verbesserung der Patientensicherheit ein Critical Incidence Reporting System (CIRS) geben, mit dem die Fachleute kritische Situationen erfassen und in regelmäßigen Konferenzen analysieren werden. Die Ärzte können zudem an speziellen Workshops teilnehmen und ihr theoretisches und praktisches Wissen in der Kardiologie vertiefen.

Neben den regelmäßigen CIRS-Konferenzen soll die systematische Erfassung von Qualitätsdaten ein Instrument für die Qualitätssicherung sein. "Die notfall- und intensivmedizinische Versorgung kritisch herzkranker Patienten steht ebenfalls im Fokus unserer gemeinsamen Strategie", sagt Professor Uwe Janssens, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Internistische Intensivmedizin am St.-Antonius-Hospital.

Dazu soll es gemeinsame notfall- und intensivmedizinische Weiterbildungen im pflegerischen und ärztlichen Bereich geben. (acg)

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